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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

Zweiter Bus löst Probleme noch nicht

04.09.2018

Apen-Augustfehn Seit diesem Sommer ist die Grundschule am Stahlwerk in Augustfehn II geschlossen. Der Grund: Zu geringe Schülerzahlen.

Grundschüler aus Augustfehn II besuchen nun die Janosch-Grundschule in Augustfehn I oder die Grundschule in Apen und viele von ihnen müssen deshalb mit dem Bus fahren. Und nicht nur sie. Auch Kinder aus der Bauerschaft, die die Oberschule bzw. die Integrierte Gesamtschule in Augustfehn besuchen, sind mit der Buslinie 361 Ihausen Richtung oder Apen unterwegs.

Und bei dieser Buslinie gibt es Probleme. Zwischen 15 und 25 Kindern warten an der Bushaltestelle beim Stahlwerk in Augustfehn II an diesem Morgen mit ihren Eltern auf einen überfüllten Schulbus, der sie zur Grundschule Apen, zur IGS/OBS Augustfehn oder zur Janosch-Grundschule Augustfehn bringen soll.

Die Eltern begleiten ihre Kinder bis zur Bushaltestelle, um zu sehen, ob sie in den Bus hinein kommen. Und auch dann haben sie und die Kinder mulmige Gefühle. Wegen des großen Andrangs an Buskindern reichen die Sitzplätze nicht, so mancher muss stehen. Eine Mutter berichtet: „Ein Junge, der stehen musste, hat sich im Bus blaue Flecken zugezogen, als der Busfahrer scharf bremsen musste.“

Sorgen um Sicherheit

Die Mütter und Väter sorgen sich um die Sicherheit ihrer Kinder; viele Mütter und Väter haben sich bei der Gemeinde Apen und beim Landkreis Ammerland beschwert, der für den Schülertransport zuständig ist. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten: Ein weiterer Schulbus werde eingesetzt, eine Viertelstunde später.

Doch dieser zusätzliche Bus fahre von Augustfehn II nur zur Janosch-Grundschule Augustfehn und halte nur an wenigen Haltestellen, klagen die Eltern. Zwölf Kinder transportiert der Bus, auch wenn er, wie der andere Schulbus über 38 Sitzplätze verfügt.

Die Begründung des Busunternehmens: Der Busplan sei so eng getaktet, dass mehr nicht möglich sei. Ein Vertreter des Landkreises hält diesen zweiten Bus allerdings für eine gute Lösung und die Situation für entspannt, da sich die Anzahl der wartenden Schüler nun auf unterschiedliche Zeiten verteile.

Weil die Beschwerden der Eltern jedoch nicht abbrechen, werde man sich die Situation vor Ort ansehen, so der Landkreis-Mitarbeiter ferner. Ein konkreter Termin wurde nicht genannt. Im Gespräch mit der NWZ sagte der Mitarbeiter des Landkreises, man solle das Ganze „nicht dramatisieren“.

Probleme nicht gelöst

Der zweite Bus löse die Probleme nicht, so die erbosten Eltern, da trotzdem viele Kinder im ersten Schulbus stehen müssten. „Gequetscht wie die Ölsardinen“, nennt eine Mutter die Situation der Kinder, die mit dem überfüllten ersten Schulbus führen. Die Mädchen und Jungen müssten sich zusammendrängen, damit der Busfahrer überhaupt die Türen schließen könne. Schon bei der dritten Haltestelle – am Stahlwerk – sei der Bus bis auf den letzten Platz besetzt.

Ungern stiegen die Mädchen und Jungen überhaupt ein. Die unangenehme Situation im Bus und die Anspannung der Eltern drückt ihre Stimmung.

Noch fahren viele Schüler, die die Oberschule bzw. die Integrierte Gesamtschule in Augustfehn besuchen, mit dem Rad zum dortigen Schulzentrum. Doch diese Tage sind gezählt. Bei schlechterer Witterung im Herbst und Winter werden viele von ihnen mit dem Bus fahren. Dann werde sich die Situation nochmals verschärfen. Das befürchten sowohl Eltern als auch die anderen Busschüler aus Augustfehn II.

Eine Lösung sehen die besorgten Eltern darin, dass der zweite Schulbus alle Haltestellen anfahre, die auch der erste Bus bediene. Dann würde sich alles besser verteilen und beide Busse wären gleich voll.

„Meine Tochter findet sich seit der Einschulung in der Grundschule Augustfehn super zurecht, das läuft alles gut. Das einzige, was ihr Bauchschmerzen bereitet, ist die tägliche Busfahrt zur Schule“, beklagt sich eine Mutter. Ein entspannter Schulweg am Morgen sei auch deshalb wichtig, damit die Kinder gute Leistungen in der Schule erbringen könnten. Von einem entspannten Schulweg zwischen Augustfehn II und I könne für Buskinder derzeit nicht gesprochen werden.

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