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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

Etwas Entlastung durch neue Angebote

11.08.2018

Apen /Augustfehn „Bei mir rufen fast täglich Eltern an und fragen, ob ich noch einen Platz für ihre Kinder habe“, sagt Stefanie Helmers. „Vor allem bei Kindern zwischen drei Monaten und drei Jahren wird der Bedarf an Betreuungsplätzen immer größer. So meldeten sich jetzt z.B. Eltern mit drei Monate alten Zwillingen, die beide arbeiten. Aber ich habe auch Anfragen von Eltern mit älteren Kindern wie von einer Familie, die zugezogen ist, und einen fünfjährigen Sohn hat. Ich kann immer nur an die Gemeinde oder an die Kirche als Träger aller Kitas und Krippen im Gemeindegebiet verweisen, ich habe selbst nur noch jeweils zwei Nachmittagsplätze in Apen und Tange.“

Stefanie Helmers, die mit ihrer Mutter Gudrun in Tange bereits eine Großtagespflege anbietet, hat Anfang August an der Aper Streichenstraße 39 ein weiteres Betreuungsangebot für Kinder geschaffen, ruckzuck waren die Plätze ausgebucht. „An beiden Standorten kann ich auch 2019 keine neuen Kinder mehr aufnehmen.“ Nur vereinzelt würden Tageseltern in der Gemeinde noch Kapazitäten haben, meistens nur durch Umorganisation, so die 44-Jährige, die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Kindertagespflege im Ammerland (A.K.i.A) ist. Entzerren würde sich das Ganze ihrer Ansicht erst, wenn Ende 2019 das neue Familienzentrum in Augustfehn II fertig wäre und wenn – was wünschenswert wäre – zusätzlich im neuen riesigen Baugebiet Augustfehn/Hengstforde eine Kita mit Krippe entstehen würde. Sie selbst wolle nächstes Jahr in Augustfehn ihre dritte Großtagespflege eröffnen.

„Beide Elternteile müssen heutzutage einfach aus beruflichen und finanziellen Gründen arbeiten, um über die Runden zu kommen. Deshalb werden in der Zugzugsgemeinde Apen zwangsläufig mehr Betreuungsplätze benötigt.“ Für sinnvoll erachtet es die 44-Jährige, dass Eltern künftig keine Kita-Beiträge mehr zahlen müssen, gleichwohl dieser Schritt zu früh sei. „Erst hätte man in die Qualität der Kitas investieren müssen, da durch die Beitragsfreiheit ja nun fast alle Eltern ihre Kinder in die Kita schicken. Außerdem ist es dringend erforderlich, in die Ausbildung von Fachkräften zu investieren und den Erzieherberuf attraktiver zu machen“, so Helmers.

„Der Markt ist leer – Fachkräfte für eine Kita zu finden, ist ausgesprochen schwierig. Wer heute eine Ausbildung zur Erzieherin macht, wird mit Kusshand genommen“, sagt Margrit zu Brügge, Leiterin des Kindergartens „Unterm Regenbogen“ in Apen. Froh sei man, dass man für die drei neuen Kleingruppen in den Kitas Godensholt, Nordloh und Augustfehn II Personal gefunden habe.

Damit die Gemeinde und der Träger, die lutherische Kirchengemeinde, allen Kindern, die bis zum 1. August 2018 drei Jahre alt wurden, überhaupt einen Kita-Platz anbieten konnten, wurde auf einer Dreierlösung gesetzt: In den eingruppigen Kindergärten Godensholt, Nordloh und Augustfehn II wurde jeweils eine zusätzliche Kleingruppe mit acht Plätzen eingerichtet, die bis zur Eröffnung des Familienzentrums bestehen soll. Das Familienzentrum mit zwei bzw. drei Krippen- und zwei Kitagruppen soll Ende 2019 fertig sein.

Außerdem wurden in den Kitas Apen und Augustfehn Sonderöffnungszeiten ausgeweitet und Drei- und Vierjährige werden – dank solidarischer Elternschaft – in Kitas und durch Tageseltern betreut. „Ein Netzwerk aller Beteiligten hat dazu geführt, dass der Bedarf und der Rechtsanspruch erfüllt werden“, sagt Henning Jürgens, Fachbereichsleiter Bürgerdienste, Standesamt, Bildung und Familie, bei der Gemeinde Apen. Denn Eltern, deren Kinder drei Jahre alt werden, haben einen Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz.

„Wir suchen mit allen Kita-Leiterinnen im Gemeindegebiet immer nach Lösungen, wenn sich bei Eltern Probleme wegen der Betreuung der Kinder auftun,“, sagt Apens Kita-Leiterin Margrit zur Brügge. In ihrer Einrichtung und in der Krippe sei die Situation unerwartet entspannt. „Wir konnten sogar einige Kinder unter drei Jahren im Kindergarten aufnehmen, das sorgte für Entlastung in der Krippe.“ Einen akuten Notfall für Kinder im Krippenalter sei ihr nicht bekannt.

„Alle Plätze sind belegt, weitere Kinder können wir nicht aufnehmen“, heißt es indes von Jutta Jonen, Kita-Leiterin aus Augustfehn.

In den Einrichtungen der Gemeinde Apen gibt es derzeit 346 Kitaplätze, darunter 50 Ganztagsplätze, sowie 66 Krippenplätze.

Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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