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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

Fünf Millionen für die Schule

10.01.2019

Apen /Augustfehn Die Hoffnungen sind groß, denn die Kosten sind gewaltig: Die Gemeinde Apen setzt darauf, dass sie für ihren geplanten 4,8 Millionen Euro teuren Anbau ans Augustfehner Schulzentrum (IGS/OBS) Zuschüsse erhält und das Ganze nicht nur aus der eigenen Kasse bezahlen muss. Das Fünf-Millionen-Projekt ist Apens größte Investition in ein einziges (Schul-)Projekt.

„Wir haben kurz vor Weihnachten den Antrag für das Programm ,Soziale Integration im Quartier’ auf den Weg gebracht“, sagte Henning Jürgens, Fachbereichsleiter für den Bereich während der jüngsten Schulausschusssitzung. Über dieses Programm erhalte die Gemeinde bereits hohe Fördergelder für den Umbau der ehemaligen Grundschule in Augustfehn II in ein Familienzentrum.

Nicht nur Unterricht im Anbau

Begründet worden sei der Antrag für den neuen Trakt damit, dass hier künftig nicht nur Unterricht und schulische Gruppenarbeit angeboten werde, sondern Schulräume auch von der Öffentlichkeit genutzt werden könnten. Ein im Untergeschoss geplanter Bereich mit Cafeteria, Lehrküche und Kiosk könne von den übrigen Räumlichkeiten abgetrennt werden. Hier könnten ebenso Veranstaltungen stattfinden wie im Obergeschoss, wo die (Klassen-)Räume versetzbare Wände erhalten und je nach Bedarf zugeschnitten werden können.

Bereits jetzt sei, so Jürgens, Öffentlichkeit oft im Haus, weil das Schulzentrum mit vielen Partnern wie in der Berufsbildung mit Wirtschaftsunternehmen, aber auch mit dem Naturschutzbund, der Kreisvolkshochschule und dem Roten Kreuz zusammenarbeite. Da mittelfristig auch die Bürgerschule an der Mühlenstraße geschlossen werde, weil deren Räume künftig von der Augustfehner Grundschule genutzt würden, werde das Interesse an (Schul-)Räumen im Schulzentrum noch steigen. Ein Dorfgemeinschaftshaus hat Augustfehn nicht.

Mehr Platz dringend benötigt

Doch auch das Schulzentrum benötigt dringend mehr Platz. Durch die wachsende IGS und den zunehmenden Unterricht in Lerngruppen (differenzierter Unterricht) an der IGS und der OBS werden mehr Räume benötigt. Platz brauchen auch die Klassen der Außenstelle der Oberschule in Apen, die – wenn der Anbau fertig ist – nach Augustfehn wechseln werden.

Im jüngsten Schulausschuss ging es jetzt um die letzten Details für das Vorhaben. Architektin Alexandra ­­Beeth vom Oldenburger Architekturbüro Simon/Exner/Kersten, das für den Entwurf und die bauliche Umsetzung des Millionenprojekts verantwortlich ist, stellte die Planungen für den 20 mal 60 Meter langen, lichtdurchfluteten, zweigeschossigen Anbau vor. 16 Klassen- und Fachräume sowie Lehrerzimmer und Besprechungsräume sollen in dem Anbau entstehen, der an den Nordflügel des Schulzentrums gesetzt wird. Da für den neuen Gebäudetrakt ein Höhenunterschied von 1,40 Meter zu überwinden ist, wird der Zugang innerhalb des Schulzentrums über eine breite Treppe mit Podesten und über einen Fahrstuhl erfolgen.

Planungen einstimmig befürwortet

Nach kurzer Aussprache wurden die Planungen einstimmig befürwortet. Hingewiesen wurde dabei von Seiten der Verwaltung darauf, dass der Anbau auch unabhängig von einer Förderung so gebaut werden solle wie geplant. Nächste Woche wird sich der nicht öffentlich tagende Verwaltungsausschuss nochmals mit dem Vorhaben beschäftigen, bevor dann beim Landkreis der Bauantrag gestellt werden soll.

Gehofft wird, dass möglichst noch im Frühjahr die Arbeiten beginnen können. Der Oldenburger Architekt Uwe Allmendinger, der sich bei dem Vorhaben um die Bauleitung und das Einhalten der Kosten kümmert, sagte, dass die Zufahrt zur Baustelle über die Zufahrt zum Kindergarten bzw. den Sportplätzen erfolgen solle. Eltern, die zu Fuß oder per Rad ihre Kinder in die Kita brächten, sollten am Glockenturm entlanggehen. Bezugsfertig sein soll der Anbau zum Schuljahr 2020/2021.

Doris Grove-Mittwede
Redakteurin
Redaktion Westerstede
Tel:
04488 9988 2605

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