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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

Krippenbesuch nicht teurer

19.03.2019

Apen Die gute Nachricht vorweg: Eltern aus der Gemeinde Apen, deren Söhne und Töchter eine der Krippen besuchen, sollen ab diesen Sommer keine höheren Gebühren zahlen müssen. Dafür hat sich einstimmig der Aper Jugendausschuss ausgesprochen.

Berechnet werden die Gebühren für den Krippenbesuch nach dem Einkommen der Eltern. Mütter und Väter, die bis 24 000 Euro im Jahr (Einkommensstufe 1) verdienen, haben für die Betreuung ihres Kindes in der Krippe für fünf Stunden 130 Euro bzw. 195 Euro (7,5 Stunden) zu zahlen. 162 bzw. 243 Euro werden in der Einkommensstufe 2 (24 001 bis 30 000 Euro) fällig. In der Einkommensstufe 3 (30 001 bis 36 000 Euro) müssen 194 bzw. 291 Euro bezahlt werden, in der Einkommensstufe 4 (36 001 bis 42 000 Euro) 227 bzw. 340,50 Euro, in der Einkommensstufe 5 (42 001 bis 48 000 Euro) 259 bzw. 388,50 Euro und in der Einkommensstufe 6 (ab 48 001 Euro) 291 bzw. 436,50 Euro. Zusätzliche Betreuungszeiten kosten je angefangene halbe Stunde zwischen 9,75 Euro (Einkommensstufe 1) und 21,50 Euro (Einkommensstufe 6). Die endgültige Entscheidung darüber, ob Krippengebühren auch für das nächste Kita-Jahr stabil bleiben, wird der Aper Rat nächsten Dienstag, 26. März, fällen.

Eltern, deren Kinder einen Kindergarten besuchen, können sich freuen: Nach einem Beschluss der Landesregierung gilt die Beitragsfreiheit. Die kostenlose Regelung, so betonte Jugendausschussvorsitzender Torsten Huber, gelte für acht Stunden Kita-Betreuung. Bei einer längeren Betreuung des Kindes müsse zugezahlt werden (pro angefangene halbe Stunde wie bei den Krippengebühren zwischen 9,75 und 21,50 Euro).

Henning Jürgens, Leiter des Fachbereichs Bürgerdienste, Standesamt, Bildung und Familie bei der Gemeinde Apen, erläuterte in der Jugendausschusssitzung die finanzielle Situation zur Beitragsfreiheit für Kitaplätze. Bislang habe die lutherische Kirchengemeinde Apen als Träger aller Kitas und Krippen im Gemeindegebiet 20 Prozent als Personalkostenzuschuss erhalten. Künftig solle es – weil durch die Beitragsfreiheit der Kitas die Elternbeiträge wegfiele – der Landeszuschuss 55 Prozent der Personalkosten betragen. Beliefen sich Elternbeiträge und Landeszuschüsse (20 Prozent zu den Personalkosten) im Abrechnungsjahr 2016 auf 712 898 Euro, so würden es anhand von Berechnungen, auf dieser Grundlage bei 55 Prozent Landeszuschuss 770 588,08 Euro sein.

Bislang habe die Kirche als Träger jedoch diese 55 Prozent Landeszuschuss nicht erhalten, sondern eine Abschlagzahlung in Höhe von 682 740 Euro. Das entspräche faktisch 52 Prozent an Landeszuschüssen. Wenn man als Nachschlag nochmals die drei Prozent erhalte, beliefe sich die Summe auf 722 000 Euro. Das seien fast 50 000 Euro wenig als man auf Grundlage der Zahlen von 2016 errechnet habe. Gleichwohl erhalte man mit 722 000 rund 10 000 Euro über der Summe, die man (2016) durch Elternbeiträge und Zuschüsse bekam. Diese Gelder reichten jedoch nicht. Schließlich fielen pro Betreuungsstunde fielen, so Jürgens, 1771,99 Euro an (darin enthalten seien alle Kosten vom Bau des Gebäudes, über Anschaffungen, Abschreibung, Personalkosten etc.). Trotz Zuschüsse (und bisheriger Elternbeiträge) entstehe im Bereich Kita/Krippen jedes Jahr ein siebenstelliges Defizit, das die politische Gemeinde übernehme. 2018 betrug dieses Defizit 1,3 Millionen Euro.

Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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