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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

Neue Gruppen für kleine Kitas

23.05.2018

Apen Für Apens Bürgermeister Matthias Huber und für Peter Kunst, Geschäftsführender Pastor der lutherischen Kirchengemeinde Apen, ist die Lösung eine gute: „Wir können allen Kindern, die bis zum 1. August 2018 drei Jahre alt werden, einen Platz in einer unserer Kindertagesstätten anbieten“, erklären die beiden unisono in einem Pressegespräch. Möglich sei das insbesondere auch durch das große Engagement der Kita-Leiterinnen. Alle Einrichtungen im Gemeindegebiet befinden sich übrigens in Trägerschaft der lutherischen Kirche.

27 neue Plätze

Damit alle Mädchen und Jungen zum neuen Kindergartenjahr in einer Kita betreut werden können, will man drei neue Kleingruppen mit jeweils neun Plätzen in den kleinen Kitas Nordloh, Godensholt und Augustfehn II einrichten. „Wir haben zum 1. August 94 freie Plätze im Kindergartenbereich, davon 74 Vormittags- und 20 Nachmittagsplätze“, erläutert Henning Jürgens, Leiter des Fachbereichs Bürgerdienste, Standesamt, Bildung und Familie bei der Gemeinde Apen. Benötigt würden zum 1. August 111 Plätze für vormittags und sieben für nachmittags. Durch die Kleingruppen, die von anderen Behörden wie z.B. dem Landesjugendamt und dem Gesundheitsamt als Behelfslösungen genehmigt worden seien, könne man für alle Kinder mit Rechtsanspruch einen Platz bereitstellen. Einen Rechtsanspruch darauf, einen Platz in einer Kita zu erhalten, haben Kinder, wenn sie drei Jahre alt sind.

Nicht immer Wunschkita

„Leider war es uns jedoch nicht immer möglich, dass Eltern den Platz in der Wunschkita für ihren Sohn oder ihre Tochter erhalten“, so Bürgermeisters Huber. Es sei nicht ideal, wenn man z.B. in Augustfehn wohne und einen Platz in Nordloh erhalte. Grundsätzlich sähen es die politische und die kirchliche Gemeinde jedoch als zumutbar an, dass Kinder einen Platz in welchem Kindergarten auch immer im Gemeindegebiet erhielten.

In den kleinen Einrichtungen hieße es nun zusammenrücken, so Huber ferner. „Wir setzen auf die Solidarität aller Eltern, denn nur durch die Kleingruppen können alle Kinder, die zum 1. August drei werden, einen Platz erhalten.“

Mit der Auslastung der Kitas beschäftigte sich auch der Jugendausschuss des Aper Rates. Von Seiten der Politik wurde gelobt, dass man durch die Kleingruppen eine akzeptable Lösung gefunden habe. Fachbereichsleiter Jürgens erklärte, dass die politische Gemeinde mit dem Träger Kirche stets auf Veränderungen reagiere. Die vergangenen Jahre und auch in Zukunft (errechnet auf Grundlage von Daten bis 2016) waren bzw. seien Kinderzahlen relativ stabil. So habe man seit 2013/2014 jährlich rund 210 Krippenkinder und rund 300 Kita-Kinder. Zum neuen Kita-Jahr seien es 214 Krippenkinder und 325 Kita-Kinder. Feststellen könne man, dass sich zunehmend mehr Eltern gerade für jüngere Kinder Betreuung wünschten.

Scharfe Kritik wurde von Elternvertreterin Vanessa Tischler am neuen Online-Anmeldeverfahren geübt. Das habe überhaupt nicht funktioniert, es habe Online-Anmeldungen neben direkten Anmeldungen in der Kita gegeben. Vor Ostern sollten Eltern Planungssicherheit haben. Die Bescheide, ob man einen Kita-Platz für sein Kind erhalte oder nicht, seien jedoch erst Anfang Mai verschickt worden. Innerhalb von wenigen Tagen sollte man dann erklären, ob man den Platz annehme. Rückfragen an Pastor Kunst seien in dieser Woche nicht möglich gewesen, weil der Pastor in Urlaub gewesen sei.

Verfahren verbessern

  Bürgermeister Huber und Fachbereichsleiter Jürgens erklärten, dass man gemeinsam sein Bestes gebe, aber das neue Online-Anmeldeverfahren noch einige Kinderkrankheiten habe. Das Verfahren sei ein eigens für die Gemeinde Apen entwickeltes System, man werde nachbessern.

Außerdem kritisierte Tischler, dass für die neuen Kleingruppen nur eine einzige Betreuungskraft geplant sei. Das sei für neun Kinder zu wenig.

Fachbereichsleiter Jürgens erklärte, dass man den rechtlichen Ansprüchen Genüge leiste. Wenn mehr Betreuung nötig sei, werde man nach Lösungen suchen. Jürgens verwies zudem darauf, dass Kinder auch in der Tagespflege über den dritten Geburtstag hinaus betreut werden könnten, wenn Eltern das wünschten und es möglich sei. Wegen der Kostenübernahme und anderer Fragen sollten sich Eltern im Rathaus melden.

Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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