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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

Ihr Fenster in die Vergangenheit

14.11.2017

Apen Auf dem Esstisch liegen zwei dicke Ordner. Gefüllt sind sie mit sauber ausgeschnittenen Artikeln der NWZ. Jeder ist mit einem Datum versehen und hat seinen Platz in Schutzhüllen gefunden. Es ist Mariechen Caminadas Fenster in die Vergangenheit – und in der schwelgt sie gerne.

1984, das war das Jahr, in dem alles begann. Der erste Eintrag stammt vom 2. Februar. Dabei geht es um die Verabschiedung Erich Meyers, Rektor der Aper Grundschule. „Der war damals der Lehrer meiner Tochter“, sagt Mariechen Caminada.

Hunderte Zeitungsausschnitte später ist ein kleines, privates Archiv entstanden. Seien es Artikel über den Ammerländer Tierschutzverein, Klassentreffen, ehemalige Arbeitgeber, Freunde oder die Dorfentwicklung – die 66-Jährige hat alles aufgehoben und dokumentiert. Während sie durch die Ordner blättert, bleibt Mariechen Caminada an einer Seite hängen. Denn mit dem reinen Archivieren ist es nicht getan – zu beinahe jedem Foto und Text kann sie eine Geschichte erzählen.

„In Apen bin ich unglaublich tief verwurzelt. Ich liebe es, alles Schöne und Vergangene festzuhalten, deshalb habe ich angefangen zu sammeln“, sagt sie. Ursprünglich kommt sie aus der Gemeinde Detern in Ostfriesland, ihr Mann ist Schweizer. Doch schon im Grundschulalter zogen Mariechen und ihre Familie ins Ammerland – seit 1959 lebt Mariechen Caminada in Apen. „Die Umgebung und die Natur liebe ich besonders. Wir fahren viel und oft mit dem Fahrrad“, sagt sie. Auch möge sie das Gefühl, hier beheimatet zu sein. „Ich kenne die Aper und die Aper kennen mich, man grüßt sich und sagt moin“, freut sie sich.

Besonders die Dorfentwicklung hat es der 66-Jährigen angetan. „Wenn ich mir die Bilder heute anschaue, dann sehe ich, was sich alles verändert hat“, sagt sie. So habe sie in ihrem Fundus Fotos von alten Aper Gebäuden, die es heute nicht mehr gibt. Die Eröffnung und Schließung von zahlreichen Geschäften und Gaststätten lassen sich in ihrem Archiv finden und wecken alte, längst verblasste Erinnerungen. „Die Zeitungssausschnitte schaue ich mir oft an. Wissen Sie, ich schwelge so gern in Erinnerungen und wühle in der Vergangenheit“, sagt Mariechen Caminada.

Dabei sei die NWZ immer ein wichtiger Bestandteil gewesen und werde es auch in Zukunft bleiben. „Wenn ich irgendwann den dritten Ordner gefüllt habe, können Sie gerne wiederkommen“, lacht sie. Bis dahin möchte die Aperin ihr privates Archiv weiter hegen und pflegen, Artikel sammeln, Fotos einkleben und sich über ihre Heimat freuen.


Selbst stöbern im   www.nwz-archiv.de 

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