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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

Eine Eins für neue Schulform

07.11.2017

Augustfehn „Eines vorweg: An der Augustfehner Schulstraße gibt es nicht nur die Integrierte Gesamtschule, sondern weiterhin natürlich auch die Oberschule, die langsam auslaufen wird. Obwohl wir jetzt die doppelte Arbeit haben, kümmern wir uns mit großem Einsatz um beide Schulformen, die hier unter dem Dach einer Schule vereint sind, und um alle Schüler, denn jeder einzelne soll hier den bestmöglichen Abschluss bekommen“, sagt Kirstin Finschow, Didaktische Leiterin an der Oberschule (OBS) und Integrierten Gesamtschule (IGS).

 Gleich vierzügig

 Das Interesse an der IGS ist groß: Wie läuft es an der neuen Schule, die nach den Sommerferien startete und landkreisweit die einzige IGS ist? Statt der genehmigten und geplanten drei Parallelklassen im neuen 5. Jahrgang konnten gleich vier Parallelklassen mit rund 100 Schülern eingerichtet werden.

 Großer Einzugsbereich

„Wir freuen uns, dass wir niemanden ablehnen mussten“, sagt Kirstin Finschow. Die Mädchen und Jungen der neuen IGS kämen vor allem aus der Gemeinde Apen, aber auch aus der Stadtgemeinde Westerstede und dem benachbarten Ostfriesland. „Einmalig ist es wohl, dass jede IGS-Klasse zwei Klassenlehrer hat“, ergäzt Tom Tautermann, kommissarischer Jahrgangsleiter für die 5. und (künftigen) 6. Klassen der IGS. „Das Kollegium sieht sich jedoch als eines, und alle engagieren sich gemeinsam für die Schule“, so Kirstin Finschow.

 Wie sieht der Schulalltag aus?

In der 5. und 6. Klasse seien IGS-Schüler zwar noch im Klassenverband, so Tautermann, gleichwohl würde jedoch bereits für sie differenziertes Lernen angeboten. Das beinhaltet, dass die Schüler entweder eine grundlegende, eine erweiterte oder eine vertiefte Allgemeinbildung erhalten. Am Beispiel Mathe könnte das z.B. so aussehen, dass einige Schüler mit Zahlen bis 100, die anderen bis 1000 und weitere über 1000 arbeiteten. Je nach den persönlichen Fähigkeiten würden die Kinder gefordert und gefördert. Die Schüler lernten in ihrem eigenen Tempo. Das differenzierte Lernen erfolgt ab der 7. Klasse in Kursen.

 Was gibt es für Schwerpunkte?

„Wir haben wie jede Schulform Vorgaben,was wann vermittelt werden muss, aber wir entscheiden, mit welchen Methoden wir unterrichten und wo wir Schwerpunkte bilden“, so Tautermann. So würden mathematische Grundlagen auch im Werkraum vermittelt, wo Kinder Figuren entwickeln müssten und z.B. einen Drachen oder Einhörner bauen und dafür zeichnen und messen müssten. Schwerpunkte sollten z.B. kritischer Umgang mit Medien (insbesondere das Internet) und die berufliche Bildung wie schon an der OBS mit den Schwerpunkten Gesundheit/Soziales, Technik und Wirtschaft/Soziales sein.

 Das sagen eltern

 „Von Seiten der Elternschaft sehen wir die IGS und vor allem das sehr, sehr große Engagement des gesamten Kollegiums sehr positiv“, sagt Benjamin Doyen-Waldecker, stellvertretender Elternvertreter der IGS Augustfehn und zugleich stellvertretender Aper Gemeindeelternratsvorsitzender. „Wie engagiert die Lehrer sind, haben wir schon bei den Infoabenden erlebt und sehen es nun auch im Alltag. Wichtig ist, dass wir mit einem Anbau auch die räumlichen Voraussetzungen für die IGS erhalten“.

 Das sagt der Bürgermeister

„Die neue IGS stärkt unseren Schulstandort in  Augustfehn“, erklärt Apens Bürgermeister Matthias Huber. „Wir haben damit als Gemeinde auch ein eigenes gymnasiales Angebot, das zur IGS-Ausrichtung gehört.“ Derzeit beschäftigten sich Politik und Verwaltung damit, wie man einen Anbau für 5 Millionen Euro an der IGS umsetzen könne.

 Das sagen Schüler

Begeistert von ihrer neuen Schule, der IGS, sind die Fünftklässler. Eine davon ist Hanna aus Augustfehn. „Es ist super hier“, schwärmt die Zehnjährige. „Hier kann man viele neue Freunde finden, die Lehrer sind nett, und der Unterricht macht viel Spaß. In meinem Lieblingsfach Gesellschaftskunde beschäftigen wir uns mit der Steinzeit, das ist superinteressant.“

Doris Grove-Mittwede
Redakteurin
Redaktion Westerstede
Tel:
04488 9988 2605

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