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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

Millionenzuschuss für IGS-Anbau?

28.03.2019

Augustfehn /Bucksande Das Jahr 2019 ist für die Gemeinde Apen ein besonderes: Rund acht Millionen Euro will die Gemeinde investieren, dazu kommen rund vier Millionen an Resten aus dem Vorjahr: Soviel Geld gab Apen innerhalb von zwölf Monaten noch nie aus. Bezahlen kann die Gemeinde das Ganze aus eigener Kasse nicht. Ein Teil der Ausgaben muss über Kredite finanziert werden. Um diese (und andere) Ausgaben zu reduzieren, sucht die Verwaltung nach Möglichkeiten, Zuschüsse von Land, Bund oder der Europäischen Union zu erhalten.

Mit solchen Förderanträgen für gleich mehrere Projekte beschäftigte sich nun der Aper Gemeinderat. Dabei ging es während der Sitzung in Bucksande unter anderem um eine Millionen-Finanzspritze für den 4,8 Millionen teuren (geplanten) Anbau ans Augustfehner Schulzentrum. Im Gemeindehaushalt sind die kompletten (geschätzten) Kosten von fast fünf Millionen Euro eingeplant. Beginnen sollen die Arbeiten an dem 20 mal 60 Meter langen, lichtdurchfluteten und zweigeschossigen Gebäude noch in diesem Frühjahr.

Gibt es nun Möglichkeiten, Zuschüsse für den Anbau zu erhalten? Die Gemeindeverwaltung hatte sich schon 2017 bemüht, für 2018 Gelder über das Programm „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier“ für einen IGS-Anbau zu bekommen. Das wurde jedoch abgelehnt. Viele Gespräche später, die Gemeindevertreter um Bürgermeister Matthias Huber unter anderem mit dem damals zuständigen Minister Olaf Lies und Vertretern des zuständigen Amtes für regionale Landesentwicklung Weser-Ems in Oldenburg führten, wurde vergangenes Jahr für 2019 erneut ein Antrag gestellt.

Nur eine Doppelnutzung

Einen Zuschuss erhalten könne Apen über den Investitionspakt nur dann, wenn der Anbau nicht nur von der Schule, sondern auch öffentlich genutzt werde, hatte es geheißen. Das ist bereits jetzt der Fall, da die Integrierte Gesamtschule (IGS) und Oberschule (OBS) sich durch ihre Kooperationspartner (z.B. die Firmen AMF Bruns und Ripken, aber auch Vereine wie dem Nabu) nach außen öffnen. Die Planung der Architekten für den Anbau bezog sich, als der Antrag gestellt wurde, nur auf den Schulbetrieb. Gleichwohl können einige der neuen Räume auch öffentlich genutzt werden.

Das war während der Aper Schulausschusssitzung Ende November 2018 betont worden. So ist geplant, die Cafeteria und die (Lehr-)Küche in Richtung Druckwerkstatt so zu bauen, dass dieser Komplex abgetrennt und für außerschulische Veranstaltungen genutzt werden kann. Durch Faltwände sollen sich im Obergeschoss die Raumgrößen verändern lassen, auch hier könnten außerhalb des Schulbetriebs öffentliche Angebote (z.B. KVHS-Kurse, Versammlungen) stattfinden.

Bis zu 90 Prozent Förderung

Und wie hoch könnte der Zuschuss sein? Vorhaben aus dem Programm „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier“ können bis zu 90 Prozent gefördert werden. Empfohlen wurde jedoch, dass die Gemeinde Apen eine 35-prozentige Förderung beantragt. Das heißt einen Zuschuss über 1,7 Millionen Euro, die restlichen 65 Prozent müsse die Gemeinde dann selbst stemmen.

Wie Henning Jürgens, Fachbereichsleiter für Bürgerdienste, Standesamt, Bildung und Familie bei der Gemeinde Apen, während der Ratssitzung ausführte, sei eine 90-prozentige Förderung bei der Summe von fast fünf Millionen sehr hoch, so dass nur wenige weitere Projekte über den Investitionspakt gefördert werden könnten. Durch den Antrag mit 35-prozentiger Förderung erhoffe man sich bessere Chancen, berücksichtigt zu werden. Grundsätzlich hätten Gemeinden, so Jürgens, keinen Anspruch auf Fördergelder. Man könne sich nur um diese bewerben und Zuschüsse könnten bewilligt oder auch abgelehnt werden.

Ratsherr Torsten Albrecht (Grüne) meinte, dass einige Bürger wohl dächten, die Gemeinde kalkuliere mit Zuschüssen, die sie dann gar nicht bekomme. Das sei nicht der Fall. Die Aper Finanzplanung sei solide; beim IGS-Anbau gehe man von Kosten von 4,8 Millionen Euro aus und diese seien ohne Zuschüsse auch eingeplant.

Raumprobleme lösen

Mit dem Anbau an den Nordflügel des Augustfehner Schulzentrums sollen zum einen die Raumprobleme der Jahr für Jahr wachsenden Integrierten Gesamtschule (IGS) gelöst werden; zum anderen will man räumliche Möglichkeiten für den erforderlichen Unterricht in Lerngruppen (differenzierten Unterricht) an der IGS und der OBS schaffen. Außerdem wird an der Schulstraße Platz benötigt für die aus Apen kommenden Klassen, hier hat die Oberschule eine Außenstelle. Sobald der neue Anbau fertig ist, sollen die Außenstelle aufgelöst und die OBS-Klassen nach Augustfehn umziehen. Das ist zum Sommer nächsten Jahres – Beginn des Schuljahrs 2020/2021 – geplant.

Einstimmig wurde vom Rat beschlossen, dass die Gemeindeverwaltung den Antrag mit 35-prozentiger Förderung stellen soll. Mit einer Entscheidung, ob Apen die beantragte Förderung über 1,7 Millionen Euro für den IGS-Anbau erhält, rechnet man bis Ostern.

Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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