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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

Warten auf Baugenehmigung

20.07.2019

Augustfehn Ii Es ist ein ehrgeiziges Ziel, das sich die Gemeinde Apen gesetzt hat: „Wir hoffen, dass wir trotz der Verzögerungen zum Kindergartenjahr 2020/21 unser neues Familienzentrum eröffnen können“, sagt Henning Jürgens, Fachbereichsleiter für Bürgerdienste, Standesamt, Bildung und Familie bei der Gemeinde Apen. „Der Architekt ist optimistisch, dass wir das schaffen“, ergänzt Apens Bauamtsleiter Peter Rosendahl.

Wann wird die ehemalige Grundschule am Stahlwerk endlich zu einem Familienzentrum mit Kita, Krippe und Dorftreff umgebaut? „Wir warten auf die Baugenehmigung. Die ersten Ausschreibungen, z.B. für den Bauzaun und die vorbereitenden Arbeiten wie das Entfernen von Wand- und Bodenfliesen, werden jetzt erarbeitet“, erläutert der Bauamtsleiter.

Architektenwechsel

Außerdem habe es einen Architektenwechsel gegeben. Die Pläne für den Umbau des Schulgebäudes zum Familienzentrum hatte das Oldenburger Architekturbüro „neun grad“ geliefert, darauf werde man auch weiter zurückgreifen. Um die Umsetzung des Projekts kümmere sich jetzt der Oldenburger Architekt Uwe Allmendinger, der auch für die Bauleitung beim geplanten Anbau ans Augustfehner Schulzentrum verantwortlich zeichnet. Durch den Architektenwechsel und viele weitere Abstimmungsgespräche sei es Sommer geworden, aber dennoch habe man das ambitionierte Ziel, dass das umgebaute Gebäude im Sommer nächsten Jahres bezugsfertig sei, so Rosendahl. Integriert werde ins neue Familienzentrum, dessen Träger die lutherische Kirchengemeinde Apen wird, auch der benachbarte Kindergarten „Das Nest“.

Neben der einzigen Kita-Gruppe aus dem „Nest“ (25 Kitaplätze) würden im neuen Familienzentrum zwei weitere Kitagruppen (mit 50 Plätzen) und zwei Krippengruppen (45 Plätze) geschaffen. Außerdem solle die neue Einrichtung, wie bislang schon die geschlossene Grundschule am Stahlwerk, Dorftreffpunkt sein. Versammlungen, Besprechungen, Proben oder Veranstaltungen könnten dort künftig stattfinden.

Verkehrsuntersuchung

 Wie der Bauamtsleiter ferner sagte, würde sich die Verkehrssituation beim neuen Familienzentrum deutlich ändern. „Die Schüler, die früher hier zur Schule gingen, fuhren vielfach mit dem Fahrrad. Die Kita- und Krippenkinder, die aus der ganzen Gemeinde kommen, werden künftig von ihren Eltern gebracht und abgeholt. Das wird zu mehr Verkehren auf der schmalen Straße Neue Siedlung und den Nachbarstraßen führen.“ Deshalb habe die Gemeinde eine Verkehrsuntersuchung in Auftrag gegeben. Fachplaner würden die Ergebnisse dieser Untersuchung und Lösungsvorschläge in der nächsten Sitzung des Aper Bau- und Planungsausschusses am 26. August vorstellen.

Die geschätzten Kosten für das Familienzentrum sind in Zeiten, wo Baupreise stark gestiegen sind und Handwerksbetriebe sich vor Aufträgen nicht retten können, weiter in die Höhe geschnellt. Statt von 1,6 Millionen geht man nun im Rathaus von rund 1,8 Millionen Euro aus.

Hohe Zuschüsse

Wie Fachbereichsleiter Henning Jürgens in dem Zusammenhang ausführte, werde die Gemeinde für das Familienzentrum hohe Zuschüsse erhalten. So rechne man vom Land für die drei neuen Krippengruppen mit rund 540 000 Euro, vom Landkreis Ammerland mit rund 228 000 Euro und aus dem Programm „Soziale Integration im Quartier“ mit bis zu 477 000 Euro. Durch die hohen Förderungen müssten, so ergänzte Bauamtsleiter Rosendahl, höhere Vorgaben erfüllt werden, als wenn die Gemeinde keine Fördergelder erhalte.

Das Familienzentrum, das in Augustfehn II mit Kita, Krippe und Dorftreff entstehen wird, ist ammerlandweit eine Einrichtung, die Ihresgleichen sucht. 2020 wird am ehemaligen Schulstandort Augustfehn ein neues Kapitel aufgeschlagen. Von 1906 bis 2018 hatte es in der Bauerschaft eine kleine Grundschule gegeben. Weil die Schülerzahlen kontinuierlich sanken, musste sie vergangenes Jahr geschlossen werden. Bald darauf sollten die Umbauarbeiten beginnen.

Verzögerungen

Doch das Ganze verzögerte sich, weil es weiteren Gesprächsbedarf durch den Träger gab. In der Geschäftsführung der lutherischen Kirchengemeinde Apen hatte es einen Wechsel gegeben, Pastorin Sygun Hundt wurde Nachfolgerin von Pastor Peter Kunst. Außerdem wurden die Pläne überarbeitet, weil man statt der anfangs geplanten zwei Kita- und zwei Krippengruppen nun drei Kita- und drei Krippengruppen einrichten wollte.

Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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