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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

Mit kleinem Flitzer bis nach Hannover zur Jet Challenge

04.06.2019

Bad Zwischenahn Ferngesteuerte Modellautos haben eine besondere Faszination, für Kinder wie für Erwachsene. Dem Reiz der kleinen schnellen Flitzer sind auch Nils Kamphuis, Arjan Brugmanns, Paul Wollenhaupt und Angelus Dreß vom Gymnasium Bad Zwischenahn-Edewecht erlegen. Allerdings geht es bei ihnen um weit mehr als um Geschwindigkeit. Auch ist es nicht das Ziel, einem real existierenden Sportwagen möglichst nahe zu kommen.

Sie bauen ihr Fahrzeug für die Jet Challenge, einen Wettbewerb der Hochschule Hannover und des Bezirksvereins Hannover im Verband deutscher Ingenieure (VDI). Bereits seit fünf Jahren gibt es die Jet-AG an der Schule, die anders als meist üblich, in Eigenverantwortung, ohne Begleitung durch einen Lehrer läuft.

Ganz nach oben

„Zwei Jahre haben wir den ersten Platz belegt, dreimal den zweiten Platz. Jetzt wollen wir wieder ganz vorne sein“, sagt Kamphuis. Ganz vorne bedeutet: Das Fahrzeug muss besonders effizient mit der elektrischen Energie umgehen, gut beschleunigen und eine möglichst optimale Straßenlage haben. Ausgangspunkt ist üblicherweise ein vierrädriges Modellauto, dass von den Ausrichtern gestellt wird. Dieses Auto soll nach den Maßstäben des Wettbewerbs in ein dreirädriges Fahrzeug umgebaut werden.

„Wir haben in diesem Jahr aber fast alles selbst gebaut“, sagt Brugmanns. Das komplette Fahrzeug ist als 3D-Modell am Computer entstanden. „Wir haben also nicht einfach blind drauflos gebaut, sondern wussten vorher genau, wie das Auto aussehen wird – ähnlich wie in der echten Autoindustrie“, erklärt Brugmanns, der im Team für die 3D-Animation zuständig ist. Um die theoretisch-physikalischen Hintergründe kümmert sich Paul Wollenhaupt.

Teile aus 3D-Drucker

Die Fertigung der Teile übernahm Nils Kamphuis, die Grundplatte entsteht aus Carbon, andere Teile kommen aus seinem 3D-Drucker. Die Rennen finden auf Teppich statt, deshalb haben die Reifen einen Belag aus Moosgummi, der für Bodenhaftung sorgen soll. Den etwas schwergängigen Antrieb aus dem vergangenen Jahr haben die Schüler komplett erneuert.

Einige Teile, die stärker belastet werden, wollen die Nachwuchs-Ingenieure noch aus Aluminium fertigen. „Da suchen wir noch nach einem Betrieb, der für uns kleine Teile fräsen kann“, sagt Dreß. Er ist zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit – und die braucht das Team. Denn bei so viel Aufwand entstehen auch Kosten. Zwar gibt es von den Ausrichtern Gutscheine für Umbau-Material, die vier Schüler haben sich aber auch Unterstützung von der Erwin-Roeske-Stiftung, der Haskamp-Stiftung und der Firma Rügenwalder Mühle gesichert. „Rund 650 Euro haben wir investiert, nicht eingerechnet das Material für die Präsentation beim Wettbewerb“, so Dreß.

Über die Plattform Instagram beschreiben die vier ihre Fortschritte und hoffen darauf, noch mehr Schüler zu begeistern. „Eine Junior-Gruppe gibt es bereits an unserer Schule“, sagt Dreß.

Nach Hannover, wo das Wettbewerbs-Finale vom 15. bis 23. Juni auf der Ideen-Expo stattfindet, fahren sie mit viel Selbstbewusstsein. „Wichtig ist, dass der Akku nicht zu groß wird, ein größerer Akku bedeutet mehr Gewicht und weniger Effizienz“, sagt Wollenhaupt. Die Vorfreude auf die Rennen ist groß, auch wenn es jetzt schon immer mal Testfahrten gibt. In Hannover muss das Auto insgesamt einen Kilometer zurücklegen, dazu gibt es KO-Rennen, bei denen es um Geschwindigkeit geht. „Das wird dann nicht mehr nur Arbeit sondern auch richtig Spaß“, sagt Brugmanns.

Christian Quapp Redakteur / Redaktion Bad Zwischenahn
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