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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

Erfolg für Feinstaub-Forscher

22.05.2019

Bad Zwischenahn /Chemnitz Für einen der ganz großen Preise hat es nicht gereicht, aber Angelus Dreß und Paul Wollenhaupt vom Gymnasium Bad Zwischenahn-Edewecht sind gemeinsam mit ihrem Betreuer, Tönjes de Vries mit einem Sonderpreis vom Bundeswettbewerb Jugend forscht zurück gekommen.

Für den Bundeswettbewerb in Chemnitz hatten sich die beiden Elftklässler mit ihrer Forschungsarbeit zum Thema Feinstaub qualifiziert. Der „Preis für eine Arbeit mit Bezug zu Sicherheit in Chemie und Werkstofftechnik“, gestiftet vom Adolf-Martens-Fonds war jetzt der Höhepunkt ihrer Arbeit, mit der sie zuvor bereits beim Regional- und Landeswettbewerb von Jugend forscht gewonnen hatten.

Als Vertreter für das Land Niedersachsen haben sie im Vorfeld des Bundeswettbewerbs ihre Arbeit noch einmal verfeinert. Das selbst gebaute Messgerät, mit dem die Schüler die Feinstaubkonzentration messen, stammte bereits aus dem Wettbewerb im Vorjahr, es wurde für den neuen Anlauf überarbeitet. Außerdem beschäftigten sich die beiden Schüler mit verschiedenen Filter-Methoden.

Sauberer Diesel

Vor dem Bundeswettbewerb legten sie dann zwei besonders spannende Meßreihen auf. Zuerst montierten sie ihr Gerät auf einem Fahrradgepäckträger am Euro-6-Diesel ihres Lehrers. Das überraschende Ergebnis: Selbst direkt nach dem Start und bei kaltem Motor arbeitet die Filtertechnik des Autos offenbar einwandfrei. „Die Messung fand an einem heißen und trockenen Tag mit hoher Pollenbelastung statt“, so Dreß. „Die Abgase des Diesels hatten an diesem Tag deshalb sogar weniger Feinstaub als die Umgebungsluft“, ergänzt Wollenhaupt.

Die zweite Meßreihe: Drei Tage lang stand das Gerät in 120 Metern Entfernung von einem Osterfeuer-Platz. Einen Tag vor, während und einen Tag nach dem Osterfeuer. Erwartungsgemäß stieg die Feinstaubbelastung während des Feuers massiv an, sank aber direkt danach sehr schnell wieder ab. Ähnliche Ergebnisse hatten bereits Messungen in der Silvesternacht gebracht. „Klar erkennbar, aber nicht unbedingt alarmierend“, so die Einschätzung der Schüler über die Feinstaub-Belastung durch das Osterfeuer.

Viel Lob

Ihre Forschungsergebnisse mussten die Nachwuchs-Wissenschaftler der Jury in Chemnitz in einem fünfminütigen Kurzvortrag und in einer anschließenden Diskussion präsentieren – nicht viel Zeit. „Die Jury war mit unserer Arbeit aber schon gut vertraut“, sagt Dreß. Viel Lob gab es für die Ergebnisse. Dass es nicht für einen Hauptpreis langte, habe vor allem daran gelegen, dass die Arbeit nicht klar ins Fach Chemie passe sondern eher interdisziplinär war. Auch zwei andere Beiträge in den Fachbereichen Geo- und Raumwissenschaften und Arbeitswelt beschäftigten sich mit Feinstaub – das Thema liegt also im Trend.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundesbildungsministerin Anja Karliczek, Prof. Dr. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft und Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer übergaben die Preise – aber nicht nur die Prominenz sorgte dafür, dass der Bundeswettbewerb vom 16. bis 19. Mai den beiden Jungforschern lange in Erinnerung bleiben wird. „Der Kontakt zu den anderen Teilnehmern war toll“, es gibt eine WhatsApp-Gruppe in der sich jetzt fast alle von uns austauschen“, berichtet Dreß. „Schade, dass es so schnell vorbei war.“

Theoretisch könnten Dreß und Wollenhaupt auch im kommenden Jahr wieder antreten, entweder mit einer weiteren Verbesserung ihres Feinstaub-Projekts, oder mit einem völlig neuen Thema. Ob es dazu kommt, steht jetzt aber noch nicht fest. „Das war eine tolle Leistung“, hält Tönjes De Vries fest. „Und es steckt eben jede Menge Arbeit in so einem Wettbewerb, und das neben dem normalen Schulalltag.“

Christian Quapp Redakteur / Redaktion Bad Zwischenahn
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