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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

Jugend Forscht: Von Feinstaub und Tütensuppen

21.02.2019

Bad Zwischenahn /Edewecht Was haben Feinstaub, Tütensuppe und Aloe-Vera-Creme gemeinsam? Alle drei taugen als Betätigungsfeld für Nachwuchsforscher im Fach Chemie. Vom Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ in Emden kamen die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Bad Zwischenahn-Edewecht (GZE) mit ihrem Betreuer Tönjes de Vries mit einem ersten Preis, einem dritten Preis, einem regionalen Sonderpreis der IHK und einem weiteren Sonderpreis zurück.

Fortsetzungs-Projekt

Das Thema Feinstaub brachte der Jugend-forscht-AG schon im vergangenen Jahr den ersten Platz im Regionalwettbewerb und damit die Teilnahme am Landeswettbewerb. Angelus Dreß, der bereits im vergangenen Jahr zur Gruppe gehörte, hat es gemeinsam mit Paul Wollenhaupt auch in diesem Jahr wieder ganz nach oben auf das Treppchen gebracht. Vom 18. bis 20. März werden sie das GZE beim Landeswettbewerb in Clausthal-Zellerfeld dabei sein.

Das selbst entwickelte Messgerät für Feinstaub verbesserten sie und glichen die Ergebnisse unter anderem mit einer offiziellen Meßstation in Oldenburg ab. Außerdem beschäftigten sie sich mit verschiedenen Filter-Methoden.

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Die Größe zählt

Als Ergebnis blieb für sie unter anderem eine deutliche Kritik an den derzeitigen Messverfahren. „Da wird die reine Masse der Feinstaub-Partikel gemessen“, sagt Dreß. „Es gibt aber sehr unterschiedlich große Partikel. Je feiner sie sind, desto tiefer können sie in die Atemwege eindringen, die feinsten sogar bis ins Blut. Je nach Größe der Partikel kann eine kleine Masse also viel gefährlicher sein als eine größere Masse.“

Wenn sie in diesem Jahr vom Landeswettbewerb zurückkommen, wollen die Jung-Forscher direkt weiter arbeiten. Ihr Messgerät soll in der Schule dauerhafte Messungen absolvieren und die Mitschüler für das Thema Luftverschmutzung sensibilisieren. Außerdem wollen Dreß und Wollenhaupt mit dem Gerät künftig auch Stickoxide und Kohlendioxid messen.

Creme ohne Zusätze

Eigene Betroffenheit brachte Sofia Weith und Luca Bosse auf den Forschungsansatz, den sie gemeinsam mit Marcel Lübbing verfolgt haben. Sie stellten aus dem Fruchtfleisch der Aloe-Vera-Pflanze, Wasser und Öl eine Hautcreme her. „Luca und ich haben beide Neurodermitis, Cremes mit chemischen Zusätzen können wir nicht verwenden“, sagt Sofia.

Aloe Vera und destilliertes Wasser waren als Zutaten schnell klar, ebenso Rapsöl. Damit aus diesen Zutaten auch eine Creme wird, brauchten die drei aber auch einen Emulgator. „Da hatten wir ziemlich viele Fehlversuche, bis es geklappt hat“, berichtet Lucia. Mit Kokosöl, Shea-Butter und Bienenwachs, Teebaumöl und Rosenwasser wurde die Creme immer wieder verfeinert, Zucker in hoher Konzentration kam schließlich noch als Konservierungsstoff hinzu. Die Creme wird von Sofia und Luca jetzt tatsächlich benutzt – und brachte den drei Jungforscher zudem den dritten Preis ein.

Suppe für 60 Cent

Wie die Salbe kann man auch das Ergebnis der Forschung von Henriette Luise Bobrowsky und Vivienne Koch sofort selbst verwenden. Und die beiden versprechen, es ist auch noch lecker. Im Ofen haben die beiden Tomaten und Paprika dehydriert, also ausgetrocknet. Die gemörserten Gemüse bildeten schließlich mit Gewürzen und dünnen Nudeln eine „Tütensuppe“, die mit dem gekauften Produkt in jeder Hinsicht konkurrieren können soll.

„Als wir das richtige Verhältnis der Gewürze gefunden hatten, schmeckte sie wirklich gut“, sagt Vivienne. In einem Glas abgefüllt kann die Suppe direkt mit heißem Wasser aufgegossen und gegessen werden. „Kein Plastik, die Suppe ist vegetarisch. Bis auf die Nudeln – in denen Ei verarbeitet ist – ist sie sogar vegan“, zählt Vivienne die Vorzüge auf. „Und ohne die Stromkosten für das Dehydrieren kostet einen Portion nur 60 Cent.“ Dafür gab es beim Regionalwettbewerb den Regionalen Sonderpreis der IHK. Robin Hörnschemeyer, Bastian Schwarz und Ole Kretschmer erhielten für ihre Forschung zur Verminderung von Kohlenstoffdioxid als Sonderpreis ein Geo-Jahresabonnement.

Christian Quapp Redakteur / Redaktion Bad Zwischenahn
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