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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

Blütenpracht und Papier-Halme

23.02.2019

Bad Zwischenahn /Edewecht An den beiden Standorten des Gymnasiums Bad Zwischenahn-Edewecht (GZE) stecken in diesen Tagen, wie an vielen Stellen im Ammerland, die Krokusse ihre Blüten aus der Erde.

Einige Schüler und zwei Lehrerinnen achten darauf ganz besonders. Leonie Eden, Luca Bosse, Ida Dierks und Anna-Katharina Wordtmann gehören zum Umwelt-Arbeitskreis des GZE, der von Karin Müller und Franziska Fiehne geleitet wird. Für Bienen ist der Krokus mit anderen Frühblühern eine wichtige Nahrungsquelle. Später im Jahr wird es dann noch bunter: Blühstreifen, angelegt mit Saatgut vom Umweltblidungszentrum Ammerland, sorgen für eine dauerhafte Nahrungsquelle für Insekten.

Schon seit vielen Jahren gehört das GZE zum Netzwerk „Umweltschule in Europa“ mit 400 Schulen in Niedersachsen das größte Schulnetzwerk im Land, wie Karin Müller sagt.

Obwohl der Arbeitskreis relativ klein ist, ist die Wirkung durchschlagend, weil von der ersten bis zur letzten Klassenstufe alle Jahrgänge immer wieder eingebunden werden – und natürlich die Lehrer und andere Schulangehörige.

Neben dem Thema Insekten hat sich der Arbeitskreis aktuell ein zweites großes Arbeitsfeld vorgenommen: Die Müllvermeidung. Dabei setzt der Arbeitskreis auch auf Rosi Möller. Die Leiterin der Schulcafeteria in Bad Zwischenahn hat kürzlich die Tüten, in denen sie Käsestangen oder Brötchen verkauft hat, abgeschafft. Stattdessen gibt es jetzt einfach eine Serviette. „Das hat sich sofort bemerkbar gemacht“, sagt Karin Müller mit einem Blick durch die Aula. „Früher lagen diese Tüten nach einer Pause hier überall herum.“ Wo kein Verzicht möglich ist, setzt Möller auf Alternativen. Trinkhalme gibt es bei ihr nur noch aus Papier. Plastikflaschen soll es an der Schule am besten gar nicht mehr geben, wenn es nach dem Arbeitskreis geht. „Immer mehr Schüler bringen ihre Getränke in Mehrwegbechern mit“, sagt Leonie, auch von zu Hause mitgebrachtes Essen werde immer seltener in Plastik gewickelt.

Dabei setzt die Arbeitsgruppe nicht nur auf ihren eigenen Einfluss: In Kooperation mit dem Umweltbildungszentrum Ammerland werden in jeder 5., 6. und 7. Klasse zwei Schülerinnen oder Schüler zu Umweltmanagern ausgebildet. Sie sprechen nicht nur das Thema Verpackungsmüll an, sondern achten mit ihren Mitschülern auch auf Energieverschwendung. Schon lange gibt es an der Schule das Projekt 50/50. Mit der Gemeinde ist vereinbart, dass die Schule 50 Prozent des Geldes, dass durch Energieeinsparung gewonnen wird, an der Schule bleibt. „Da sind die Schüler inzwischen aufmerksamer als einige Lehrer“, hat Leonie bemerkt. Kurz vor dem Beginn von Pausen sollen in den Klassen die Fenster kurz zum Stoßlüften geöffnet werden, das Licht in nicht genutzten Räumen ausgeschaltet und Geräte wie Projektoren vom Netz genommen werden, wenn sie nicht mehr gebraucht werden. Die vielen neuen Geräte, die im Zuge der Digitalisierung angeschafft werden sollen nicht nur hochwertig und langlebig sein, bei der Auswahl wird auch der Energieverbrauch gewertet.

Und auch Schulhausmeister Jörg Lammert zieht mit. Nachdem der zuletzt in Bad Zwischenahn angelegte Blühstreifen sich nicht so gut entwickelt hat wie erwartet, hat er nach einer besser geeigneten Fläche gesucht. Die Rasenfläche, auf der bis jetzt nur einige der schon erwähnten Krokusse stehen, könnte eine neue Insektenwiese für die Umweltschule werden.

Gerne dürfen sich auch Eltern am Umwelt-Arbeitskreis beteiligen, sagt Karin Müller. Das nächste Treffen findet am Dienstag, 2. April, um 14 Uhr im Lehrerzimmer am Standort Bad Zwischenahn statt.


Ein NWZ-Spezial zum Insektenschutz unter      www.nwzonline.de/insektenjahr 
Christian Quapp Redakteur / Redaktion Bad Zwischenahn
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