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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

Mit Steinmeier auf Humboldts Spuren

26.02.2019

Bad Zwischenahn Erst kürzlich kamen Bad Zwischenahner Schüler mit vielen Erfolgen vom Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ zurück. Dass die Teilnahme an diesem Wettbewerb noch lange nachwirken kann, beweist Julia Freund. Die heute 19-jährige hatte als Schülerin am Gymnasium Bad Zwischenahn-Edewecht mehrfach teilgenommen, mit ihrem Forschungsprojekt zum Thema Mikroplastik hatte sie 2015 schließlich einen Sonderpreis auf Bundesebene gewonnen. Am Beispiel des Oldenburger Klärwerks hatte sie eine Methode entwickelt, Mikroplastik aus Kosmetika und Zahnpasta effektiv aus dem Abwasser zu filtern.

Inzwischen studiert Freund Molekulare Medizin an der Uni Göttingen – ihr Plan: „Ich möchte später in der medizinischen Forschung arbeiten.“

Die Vergangenheit wirkt nach

Aber auch ihre Vergangenheit bei Jugend forscht wirkt noch nach. Als eine von vier ehemaligen Teilnehmern des Wettbewerbs begleitete sie kürzlich Bundespräsident Frank Walter Steinmeier auf einer Reise nach Kolumbien und Ecuador. Mit einer Delegation von Experten und Forschern aus den Bereichen Klima und Artenvielfalt war Steinmeier auf den Spuren von Alexander von Humboldt unterwegs.

„Auch Sarah Darwin, die Ururenkelin von Charles Darwin war dabei“, berichtet Freund. Auf den Galapagosinseln betreibt die nach dem großen Forscher benannte Darwin-Foundation unter anderem Projekte zum Thema Mikroplastik – für Julia Freund also das optimale Thema. „Die Gruppe war groß und der Terminplan war ziemlich voll, aber wir konnten uns an Diskussionsrunden beteiligen und haben den Bundespräsidenten und seine Frau einmal in kleiner Runde getroffen“, erzählte die 19-Jährige nach ihrer Rückkehr.

Vielfältige Tierwelt entdeckt

Neben Diskussionen mit Experten bot die Reise aber natürlich auch viele neue Eindrücke. Julia Freund schwärmt von der Vielfalt der Tiere, die sie auf ihrer Reise gesehen hat, von Vögeln, Fischen, Krebsen und Seelöwen. Auch ein Besuch auf Humboldts Spuren im Naturschutzgebiet um den Berg Antisana beeindruckte die Nachwuchs-Forscherin. „Und natürlich war es etwas Besonderes, so viele Politiker zu treffen“, sagt sie. „Es gibt ja immer so eine Distanz zu Politikern, die ist durch die persönlichen Gespräche auf jeden Fall kleiner geworden“, findet die Studentin.

Zurück in Deutschland will sich Julia Freund wieder dem Studium widmen. „Das ist einfach ein Fulltime-Job“, sagt sie. Aber die Reise und die Gespräche mit Experten haben auch ihren Forschergeist wieder geweckt: „Das hat mich auf jeden Fall motiviert, das Thema Mikroplastik wieder anzugehen. ich weiß nur noch nicht genau, wie ich das konkret umsetzen kann.“

Ein Rat des Bundespräsidenten könnte helfen: „Er hat uns gesagt, das wir immer offen bleiben und uns nicht zu sehr festlegen sollen, das Leben hat so viele Möglichkeiten.“

Christian Quapp Redakteur / Redaktion Bad Zwischenahn
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