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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

Das Land Türkei neu entdecken

17.03.2010

EDEWECHT Lernen durch Anschauung und über Vorbilder – das waren Grundprinzipien, die der tschechische Philosoph Johann Comenius bereits im 17. Jahrhundert formulierte. Damit war er nicht nur Vordenker seiner Zeit, der Philosoph wurde auch zum Namensgeber der Comenius-Projekte, welche die Europäische Union (EU) seit 1995 anbietet. Über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg finden dabei Schüleraustausche und -projekte statt. An eben diesem Comenius-Projekt beteiligt sich seit zwei Jahren auch die Haupt- und Realschule (HRS) Edewecht, die jetzt einen Projekttag zum Thema Türkei anbot. Neben Kontakten zu einer Bildungseinrichtung in der Türkei hat die HRS über das Comenius-Projekt auch Beziehungen zu einer polnischen und einer rumänsichen Schule.

Die vielen Gesichter der Türkei kennenlernen, Vorurteile abbauen und Völkerverständigung leben – das stand am Dienstag im Mittelpunkt im Schulzentrum am Breeweg. Unterstützt wurden Schüler und Lehrer an diesem Projekttag auch von Eltern türkischstämmiger Schüler.

Musikalische Darbietungen und kulinarische Leckereien gab es unter anderem. Außerdem konnte man zahlreiche Spiel- und Wissensangebote an den vielen Ständen in der Pausenhalle nutzen. So luden die Akteure zu Modenschauen ein, boten das Würfelspiel „Entdecke die Türkei“ an, stellten Rätsel und präsentierten türkische Märchen. Außerdem wurden zahlreiche Landkarten gezeigt. Einen Videochat mit der türkischen Partnerschule gab es obendrein.

Ferner wurden beeindruckende Bastelarbeiten vorgestellt. Die Erbauer eines ein Meter langen hölzernen Modells der Arche Noah – die Schüler Jan-Ole Friedrichs und Erik Warnken – begründeten ihren Einsatz ganz bescheiden: „Es hat uns Spaß gemacht, die Geschichte der Arche Noah zu erkunden und umzusetzen.“ Dabei legten die Jugendlichen nicht nur auf eine realistische Darstellung Wert; in zusätzlichen Schautafeln verdeutlichten sie, dass nach Bibelauslegungen die Arche im Berg Ararat in der Türkei „gestrandet“ sein soll.

„Es ist schön, soviel Engagement der Schüler zu sehen“, lobten die Pädagogen und Projektbetreuer Hella Fittje-Oltmanns und Thomas Kramer. Ein Schüleraustausch mit der Türkei, der im Rahmen des Comenius-Projekts auch mit Polen und Rumänien geplant sei, bedeute für sie vor allem ein Art Friedenserziehung. Durch die Vernetzung der Kulturen werde das gegenseitige Verständnis für die Gemeinsamkeiten und Unterschiede geschult. „Kritische Selbstreflexion“ nennt Fittje-Oltmanns diesen Unterrichtsteil. Bestandteil des Cominus-Projekts ist auch ein „kulinarischer Reiseführer“, ein Kochbuch mit Rezepten aus allen beteiligten Ländern.

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