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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

Die Gemeinschaft als Kraftquelle nutzen

13.03.2015

Klein Scharrel „Ich bin selbst in einer Familie aufgewachsen, zu der Pflegekinder gehörten“, sagt Susan Bielke-Schüßler. Als die Kinder ihres Mannes erwachsen gewesen seien, hätten ihr Partner und sie sich dafür entschieden, ebenfalls Pflegekinder aufzunehmen und diesen zu zeigen, dass Familie nicht nur negative Erfahrungen beinhalte, sondern auch ein behütetes, verständnisvolle und liebevolles Umfeld bedeuten könne. Die Klein Scharrelerin betreut zusammen mit ihrem Mann zwei Pflegekinder im Alter von zehn und sechs Jahren.

„Wir arbeiten sehr gut und eng mit dem Oldenburger Jugendamt zusammen“, sagt die 53-jährige gebürtige Hamburgerin, doch als ständige Ansprechpartner für Probleme aus dem Alltag könnten deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht dienen. Das könnten sie nicht leisten. Gleichwohl benötigten Pflege- und Adoptiveltern Unterstützung, Gesprächsmöglichkeiten in schwierigen Situationen oder den einen oder anderen Rat. Das Begleiten von Pflege- oder Adoptivkindern sei für alle – für Kinder und Erwachsene – oft ein steiniger, zermürbender und aufreibender Weg. Pflege- und Adoptivkinder trügen oft seelische Verletzungen in sich, die z.B. durch Vernachlässigung, Misshandlung und Missbrauch sowie Beziehungsabbrüche entstanden sein könnten. Diese Verletzungen führen z.B. zu Bindungsstörungen (Distanzlosigkeit oder fehlende Dauerfreundschaften), Konzentrations- und Merkfähigkeitsstörungen und Veranlagung für chronischen Stress. Das alles erschwere das Zusammenleben. Mit positiven Erfahrungen wie Verständnis, Geduld und viel Liebe könne vieles wettgemacht werden.

„Wir verstehen uns als Verein jedoch nicht nur als Forum für Gespräche und Unterstützung, sondern wir wollen auch miteinander fröhlich sein“, ergänzt die Oldenburgerin Martina Hold, die Kassenwartin im Verein ist und mit ihrem Mann zwei Pflegekinder im Alter von fünf und 17 Jahren betreut. 2013 habe man ein Drachenfest gefeiert und 2014 ein Sommerfest mit Spielen für die ganze Familie und einer Rätselrallye sowie eine Weihnachtsfeier veranstaltet. Dieses Jahr treffe man sich an diesem Sonntag, 15. März, zu einem Frühlingsfest, außerdem sei zu Pfingsten eine Familienfreizeit an der Nordsee geplant. Darüber hinaus gäbe es, ein Herbstfest mit Verkleidungen, vorweihnachtliches Basteln und eine Weihnachtsfeier.

„Unser Verein hat das große Glück, sich durch eine großzügige Spende der Ikea-Stiftung einen Traum erfüllen zu können“, ergänzt Vorsitzende Susan Bielke-Schüßler. Man habe in Oldenburg nach langer Suche ein Haus anmieten können. Hier wolle man eine Beratungsstelle für Pflege- und Adoptivfamilien, Pflege- und Adoptivkinder sowie für Interessierte einrichten, die solche Kinder aufnehmen wollen. Außerdem solle das Haus zum Zentrum für gemeinsame Aktivitäten wie Basteln, Kochen, Backen, Essen und Spielen, betreute Freizeitangebote in der Woche und an Wochenenden sowie Workshops und Gesprächskreise werden.

Als Maskottchen verschenkt der Verein an Pflegekinder in Dauerpflegefamilien und Adoptivkinder neben einer „Erinnerungskiste“ auch einen Wenderaupenschmetterling, durch den das Kind zeigen kann, wie es sich fühlt.

Doris Grove-Mittwede
Redakteurin
Redaktion Westerstede
Tel:
04488 9988 2605

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