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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

Die lange Reise eines Briefes

21.11.2015

Friedrichsfehn Die Zweitklässler sitzen ganz ruhig da und lauschen konzentriert, was ihnen Lehrerin Maike Sönksen vorliest: Eine Geschichte auf Plattdeutsch ist es. „Ein bisschen konnte ich auch verstehen“, sagte die siebenjährige Anna von Garrel. Da die Geschichte später auch noch auf Hochdeutsch vorgestellt wurde, konnten alle Schülerinnen und Schüler der Geschichte folgen.

Anlässlich des bundesweiten Vorlesetages am Freitag wurde auch in der Grund- und Oberschule Friedrichsfehn (GOBS) gelesen. Die Plattdeutsch-Berater der Landesschulbehörde initiierten die Teilnahme am plattdeutschen Stafettenlesen, bei dem von 10 bis 13.20 Uhr im Stundentakt vorgelesen wurde. Am Mittag erhielt die GOBS als letzte von 13 Schulen die Stafette aus Ostfriesland.

Den Start zu der Aktion hatte Organisatorin Maike Sönksen mit Bürgermeisterin Petra Lausch gestaltet. Lausch trug den Erstklässlern die Geschichte auf Plattdeutsch vor. Sönksen, Fachkonferenzleiterin für Sprachen, übersetzte auf Hochdeutsch.

Auch die Zweitklässler waren von der Geschichte angetan: „Das war voll witzig“, fand Piet Strahler. Der Sechs-Jährige hatte das Rätsel bereits nach der halben Geschichte gelöst, erzählt er. Denn in „Post för di“ von Jonas Kötz und Anne Buhrfeind sucht der Postbote Manfred den Adressaten eines Briefes. Er fragt fast jeden Bewohner auf der Elbinsel Krautsand, für wen der Brief sein könne, bis jemand erkennt, dass der Brief nicht für Hermann Fred, sondern Herrn Manfred, den Postboten selbst, ist.

Die Kinder freuten sich. Während Maike Sönksen die Geschichte vorlas, hatten drei von ihnen die Aufgabe, die kopierten Seiten mit ihren Bildern umzublättern, damit ihre Klassenkameraden auch die Bilder aus dem Buch betrachten konnten. Schnell stürmte auch Anna von Garrel los. „Das hat Spaß gemacht“, so die Siebenjährige.

Die älteren Jahrgänge beteiligten sich am Vorlesen. In der dritten Klasse lasen die Schüler den hochdeutschen Part, in der vierten auch den plattdeutschen. Einige Viertklässler stimmten sogar einen plattdeutschen Rap an, den sie im Unterricht vorbereitet hatten. Die Schüler aus der 3. Klasse lasen zudem Kindern in den beiden Friedrichsfehner Kindergärten vor.

Anna Lisa Oehlmann
Volontärin, 3. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003