• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Ammerland Bildung

Edewechter Schulleiter kämpft für Kinder mit Handicaps

29.06.2019

Edewecht Er war sichtlich bewegt und die Tränen standen ihm in den Augen. „Dabei hatte ich doch zu meinem Kollegium gesagt, dass das Ganze nicht so emotional werden soll“, sagte Dr. Arend Lüschen, Leiter der Astrid-Lindgren-Schule (ALS), lächelnd. Am Freitag hatte der 64-Jährige, der seit 2002 das sonderpädagogische Förderzentrum für Kinder mit Handicaps leitete, seinen letzten Schultag. Und der sollte ein unvergesslicher werden.

Langer Festakt

Mehrere Stunden dauerte der Festakt für den Pädagogen, der von kleinen und großen Gästen viel Wertschätzung, Respekt, Dank und Anerkennung bekam. Ob es das auf den scheidenden Schulleiter umgedichtetes Pippi-Langstrumpf-Lied von Schülern war, der Blick in die Zukunft durch „Wahrsagerin Ludmilla“, ein Tanz von Zehntklässlern, die am Donnerstag ihre Entlassungsfeier hatten und am Freitag für Lüschens Verabschiedung eigens in die Schule zurückkehrten, eine Schatzkiste mit Erinnerungen in Form von Briefen von Schülern und Kollegen oder die Reden: Bei allen Beiträgen wurde deutlich, dass der Beruf des Förderschullehrers und das respektvolle und individuelle Fördern von Kindern mit Handicaps Lüschens Berufung war.

Viel Lob für Lüschen

Kollegium und die Vertreter der Elternschaft und des Fördervereins, Edewechts stellvertretender Bürgermeister Dr. Hans Fittje, Pastorin Regina Dettloff, die Vertreter von Schulen, mit denen die Astrid-Lindgen-Schule zusammenarbeitet, und nicht zuletzt Sabine Claas als Schulfachliche Dezernentin der Niedersächsischen Landesschulbehörde würdigten Lüschens ruhige, besonnene, hilfsbereite Art, seine fachliche Kompetenz, sein vielfältiges Engagement in der Lehrerausbildung und für Kinder mit besonderem Förderbedarf. Dass die ALS, die rund 150 Mädchen und Jungen mit den Förderschwerpunkten Lernen und Geistige Entwicklung besuchen, zum Leuchtturm in der Schullandschaft wurde, sei entscheidend Lüschens Verdienst. Viele Auszeichnungen heimste die ALS unter Leitung von ihm und seiner langjährigen Stellvertreterin Gerda Fengler ein, wurde Unesco-Projektschule, sportfreundliche Schule, Umweltschule und erhielt Preise für Schülerengagement in der Mensa. Lüschen war überwältigt von dem Ganzen, bedankte sich herzlichst und widmete sich in seiner Rede dem Thema, das ihn sein ganzes Berufsleben nicht los ließ: die Integration von Kindern mit Handicaps und die hohe Bedeutung eigener, geschützte Lernräume für eine besondere Förderung. Große Schulen könnten trotz aller Bemühungen diese notwendige Förderung nicht leisten.

Auch Doktorvater kam

An der Feierstunde nahmen viele Gäste aus Schule und Gesellschaft teil, darunter auch Lüschens Doktorvater, Prof. Dr. Hilbert Meyer, der über Inklusion und ihre Umsetzung in Schule sprach. „Ich habe noch nie einen meiner Doktoranden bei seiner Verabschiedung besucht“, sagte Meyer. „Und so eine Herzlichkeit zwischen Schülern und Lehrern, einen so respektvollen, vertrauensvollen Umgang miteinander habe ich auch noch nie erlebt.“

Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
Rufen Sie mich an:
04488 9988 2605
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.