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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

Alles Lönneberga, oder was?

20.02.2019

Edewecht Schweden, Bullerbü, Michel aus Lönneberga – und nicht zuletzt Pippi Langstrumpf – seit Montag sind die Schülerinnen und Schüler der Astrid-Lindgren-Schule ganz tief abgetaucht in eine bunte Fantasiewelt, die sie zur Kreativität anregt. Und alle machen mit, von den ganz Kleinen bis zu den ganz Großen.

Kurzfilm-Werkstatt

Zwölf Projektgruppen sind es insgesamt, aus denen gewählt werden konnte. Die Kurzfilm-Werkstatt beispielsweise hat sich eine Filmszene ausgesucht, die sie in drei Gruppen nachstellt. Drei Versionen von ein und derselben Szene. Fast jeder kennt sie: Michel aus Lönneberga wird zur Strafe von seinem Vater in einen Schuppen gesperrt. Mit dem Tablet haben die Kinder und Jugendlichen die Szene gefilmt, mit vereinfachten Dialogen, aber nicht weniger komisch. Doch sie haben nicht einfach nur ein Video gedreht: Sie haben den Film auch digital geschnitten, einen kleinen Vorspann gebaut und den Bewegtbildern die Farbe entzogen, so dass sie alt wirken.

In der Großküche der Schule herrscht derweil Hochbetrieb, denn die schwedischen Spezialitäten müssen an den Kiosk. „Jeden Tag gibt es etwas anderes“, sagt Schüler Daniel aus der Gruppe „Mensabistro“ – „gestern gab es Köttbullar (schwedische Hackbällchen) in der Mensa, heute sind es Zimtschnecken am Kiosk.“

Begehrte Zimtschnecken

Gemeinsam schreiben die Gruppenmitglieder Einkaufslisten, organisieren die Zutaten, teilen die Aufgaben auf und verkaufen die Sachen anschließend am Kiosk. Und die Zimtschnecken sind heiß begehrt. Der erste Schüler an der Ausgabe nimmt Verkäufer Noel (15) direkt zwei der süßen Klebeschnecken und freut sich diebisch.

Die Projektwoche ist aber nicht nur Spaß, sondern hat auch einen pädagogischen Zweck. „Die Kinder und Jugendlichen werden hier langsam auf ein selbstständiges Leben vorbereitet“, erklärt Schulleiter Dr. Arend Lüschen. Teamwork, Organisation, Kreativität, Selbstbewusstsein, Verantwortung – es gibt viele Aspekte, die im Rahmen der Projektwoche gefördert werden.

Auch handwerkliches Geschick zählt dazu: In einem Klassenraum läuft Astrid Lindgrens Kreativ-Kiste. Entstanden ist eine Modelllandschaft Bullerbüs, aus Holz, Draht, Papier, Stroh und anderen Materialien, kunstvoll arrangiert und mit ziemlich großen Fliegenpilzen versehen. Kreativität kennt hier eben keine Grenzen. „Mein Zaun ist auch ein bisschen zu hoch geworden“, meint Lyn (10) und deutet auf ihr Bauwerk, das genauso hoch ist wie das Haus, das sie aus einem Stück Holz geschaffen und mit Farbe bemalt hat. Zunächst hatte die Gruppe eine Schweden-Collage gebastelt, mit ganz vielen Fotos, und dann anhand dieser Bilder ihr eigenes Bullerbü erschaffen.

Ausstellung

Nebenan, im Gebäude der Grundschule, wo ebenfalls Lindgren-Schüler in einer Außenstelle untergebracht sind, wurde für die knallroten Pippi-Langstrumpf-Perücken keine Vorlage zum Abgucken benötigt. „Wenn sie fertig sind, geht es in einen Reitstall, wo ein Pferd steht, das dem Pferd ,Kleiner Onkel’ von Pippi Langstrumpf ähnlich sieht“, sagt Klassenlehrerin Kirstin Behne, „und dann werden Fotos gemacht“. Parallel zur Perücken-Aktion haben die Kinder schon mal schwedische Pfefferkuchen gebacken. Es ist eben eine Projektwoche für alle Sinne.

Die Projektwoche endet am Freitag mit dem Tag der offenen Tür, zu dem alle Interessierten eingeladen sind, sich die Ergebnisse anzuschauen. In dem Zusammenhang wird auch der bekannte Astrid-Lindgren-Kenner Matthias Blum eine Informationsveranstaltung für die Klassen anbieten. Seine bereits mehrfach in großen Städten gezeigte Astrid Lindgren-Ausstellung wird bis zum 1. März zu sehen sein.

Ingo Schmidt Redakteur / Redaktion Westerstede
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