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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

Klima-Streik vor dem Rathaus

21.09.2019

Edewecht Es war ein bunter Streik, es war ein lauter Streik – auch wenn es etwas dauerte, bis der „Gang für die Umwelt“ auch in Sachen Lautstärke in die Gänge kam. Gegen 12 Uhr waren rund 450 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Zwischenahn-Edewecht (GZE) am Göhlenweg losgezogen, nachdem sie den Vormittag in der Schule damit verbracht hatten, sich mit Themen rund um den Klimaschutz zu beschäftigen und Plakate für den anschließenden Streik anzufertigen. Begleitet wurden die Fünft- bis Neuntklässler von einigen Oberstufenschülern aus der Zweigstelle in Zwischenahn, die mit einem großen Transparent vorangingen und immer wieder Parolen stimmten.

Auf Klimaprobleme aufmerksam machen

„Wir sind keine Jünger Gretas“, macht Kira (18) aus Edewecht deutlich. „Wir verfolgen zwar dieselben Ziele, aber wir wollen ein eigenständiges Zeichen setzen für Klima- und Umweltschutz.“ Es sei sinnvoll, sagt sie, „wenn weltweit möglichst viele auf die Straße gehen und auf die Probleme aufmerksam machen“.

Dem stimmt auch Stine (17) aus Edewecht zu: „Wir sind eine eigene Bewegung und treten deshalb an die Lokalpolitik heran.“ Paul (16) aus Edewecht kann sich nicht mit Greta Thunberg identifizieren, auch nicht mit der „Fridays for Future“-Bewegung. „Ich bin hier, um meine Mitschüler zu unterstützen, denn es ist eine gute Sache.“ Anna (17) aus Jeddeloh sieht einen großen Vorteil in der Bewegung Thunbergs: „Sie hat auf die Probleme aufmerksam gemacht – und wenn wir durch Edewecht und Zwischenahn ziehen, machen wir auch darauf aufmerksam.“

Demonstration von der Polizei begleitet

Auf dem Weg gen Rathaus skandierten die Demonstranten immer wieder lauthals: „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut!“ Damit verschafften sie sich durchaus Gehör, denn vielfach blieben Passanten stehen, andere entlang des Weges öffneten ihre Türen und machten Handy-Videos. Begleitet wurde der Zug von der Polizei, die die Strecke absicherte. Unterwegs trafen sich die Gymnasiasten noch mit einem Zug, der sich an der Astrid-Lindgren-Schule in Bewegung gesetzt hatte.

Vor dem Rathaus begrüßte Bürgermeisterin Petra Lausch schließlich insgesamt rund 500 Schülerinnen und Schüler, die einen dicken Forderungen-Katalog mitgebracht hatten. „Hoffentlich helfen Sie uns, Frau Lausch“, lautete eine Bitte an die Gemeindespitze, „wir alle müssen etwas gegen den Klimawandel tun.“ Ob zu Hause, in der Schule oder sonstwo.

Jeder muss sich selbst hinterfragen

Verkehr, Konsum, Müllentsorgung – jeder muss sich selbst hinterfragen, aber manches kann auch politisch geregelt werden. „Bitte helfen Sie uns beim Umweltschutz“, baten die Streikenden. Petra Lausch entgegnete: „Als Einzelperson kann man nicht viel ausrichten, aber gemeinsam.“ Insbesondere die Bustickets für die Oberstufenschüler, die 60 Euro im Monat für ihre tägliche Tour nach Zwischenahn zahlen müssen, waren eine Kernforderung. „Man wird bestraft dafür, dass man Abi macht“, findet Stine.

Ingo Schmidt Redakteur / Redaktion Westerstede
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