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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

Bald kommt Unterstützung aus Edewecht

22.10.2019

Edewecht /Mombasa Seit Petra Lausch 2012 erstmals in einem kenianischen Dorf in der Nähe der zweitgrößten Landesstadt Mombasa war, hat sich in dem kleinen Örtchen in der Region Mwtongwe einiges getan. „Die Menschen sind viel ärmer als man denkt“, sagt Petra Lausch. Edewechts Bürgermeisterin hat diese Erkenntnis bei einem Besuch vor Ort gewonnen. Dort engagiert sie sich ehrenamtlich für ein Waisenheim nahe der kenianischen Küste. „Die Dorfbewohner sind unendlich dankbar für unsere Hilfe. Sie zeigen es durch Herzenswärme.“

Die Hilfestellung geht von „Little Angel“ aus. Der gemeinnützige Verein wurde von der Oldenburgerin Anja Friedrich ins Leben gerufen. Dort ist die Edewechterin im Vorstand tätig und war bereits mehrmals im Ostafrika, um 26 Waisenkindern zu helfen. Inzwischen wurden dort ein Stromanschluss installiert, aber auch ein Wasserbrunnen gebaut oder Sanitärräume eingerichtet und gefliest.

Dieses Jahr geht es für Petra Lausch wieder nach Kenia, um weitere Aufgaben vor Ort anzugehen. Das ist das allgegenwärtige Wasserproblem. „Leider weiß man aus der Ferne nicht, ob die Pumpe eines Brunnens oder Wasserknappheit das Problem sind. Das gilt es herauszufinden.“

Das Waisenhaus ist etwa 500 Quadratmeter groß. Dort sind neben Schlafzimmern und sanitären Einrichtungen auch ein Büro sowie vier Klassenzimmer. Grundschulkinder werden in der Einrichtung von der ersten bis zur vierten Klasse unterrichtet.

Gerne würden Petra Lausch und der Verein die über 80 Schüler aus der näheren Umgebung länger dabehalten – bestenfalls bis sie Achtklässler sind. Deswegen wurde das 8000 Quadratmeter große Grundstück vor dem Heim von „Little Angels“ gekauft, damit weitere Klassenräume entstehen können. Auch ein Spielplatz und eine Sportfläche sollen entstehen.

Darüber hinaus sind dort viele weitere Probleme präsent, die die Arbeit weiter erschweren. Zum einen muss eine solche Einrichtung staatlich zertifiziert sein. Zum anderen müssen zum Erhalt dieses wichtigen Zertifikats Kriterien wie sanitäre Einrichtungen, das Verputzen eines kompletten Gebäudes, Statik, Wasserversorgung und ein Innenhof ohne Stolperfallen erfüllt werden.

Außer dem Schulzweig verfügt das Heim über eine Obst- und Gemüse-Farm. „Die Farm hat sich sehr positiv entwickelt“, freut sich Bürgermeisterin Lausch. Der kleine Hof befindet sich zehn Gehminuten vom Waisenheim. Dort wird nicht nur die Versorgung gesichert, gleichzeitig soll Schulgeld mit dem Verkauf von Auberginen, Mais, Bohnen, Kürbis, Zucchini sowie Bananen, Mango und Maracuja eingenommen werden. Auch ein Farmer wird dort beschäftigt. Im Waisenheim arbeiten übrigens acht Angestellte und Lehrer.

Einige Waisenheimbewohner und Dorfbewohnern, die nicht mehr im Grundschulalter sind, wird mit dem Obst- und Gemüse-Geld geholfen, auf einer privaten Schule einen Abschluss zu machen. Dass sich das lohnt, zeigen zwei ehemalige Schüler, die jetzt die Universität besuchen. Ein Ehemaliger macht eine Ausbildung zum Elektriker.

„Die Menschen sind trotz allem unendlich dankbar für das, was sie haben“, berichtet Petra Lausch. Was sie noch alles in naher Zukunft im kenianischen Dorf tun wird, weiß sie noch nicht ganz genau: „Es gibt zwar einen Plan. Manchmal ergeben sich aber auch spontan Projekte.“ Spannend wird es allemal.


Mehr Infos unter   www.kenia-little-angel.de 
Niklas Grönitz Volontär, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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