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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

Ein Jahr lang heißt es Afrika statt Apen

24.06.2008

APEN Das Abitur am Gymnasium Westerstede liegt noch nicht ganz hinter ihr, schon schmiedet Lili Büker Pläne für die Zukunft. Während die meisten ihrer Mitschülerinnen und -schüler erstmal ausgiebig Urlaub machen und sich dann allmählich um eine Ausbildung oder einen Studienplatz kümmern, hat die junge Aperin jedoch Anderes vor: Sie möchte für ein Jahr als Freiwillige in einem Kinderheim im afrikanischen Durbanville, 25 Kilometer von Kapstadt entfernt, arbeiten. „Ich möchte erst noch was erleben“, so die Begründung der frisch gebackenen Abiturientin.

Vom kommenden September an absolviert die 19-Jährige einen Freiwilligendienst im „Durbanville Children’s Home“. 144 von ihren Eltern vernachlässigte Kinder, die vom Jugendamt aus ihren Familien geholt wurden, sind zur Zeit dort untergebracht. In der Einrichtung sollen den Kindern neben einer schulischen Ausbildung auch ein Gefühl von Geborgenheit und die Einhaltung bestimmter Regeln vermittelt werden.

Vom beschaulichen Apen nach Afrika? „Meine Eltern fanden das erst nicht so gut“, gesteht Lili ein. „Doch sie haben eingesehen, dass sie mich nicht halten können“, fügt sie schließlich mit einem Lächeln hinzu. Komplettes Neuland betritt sie indes nicht: Vor drei Jahren war sie bereits im Rahmen eines Jugendaustausches für fünf Wochen im südafrikanischen Johannesburg.

Organisiert wird der Freiwilligendienst durch den „American Field Service“, der größten und ältesten Jugendaustauschorganisation weltweit. Die politisch und religiös unabhängige Organisation vermittelt in über 60 Länder der Welt ehrenamtliche Arbeit an Jugendliche. Nur jeder vierte Bewerber übersteht die Aufnahmeprozedur: Einer schriftlichen Bewerbung folgen Auswahlgespräche, in denen der Jugendliche eine mehrköpfige Jury von seiner Motivation und Durchhaltekraft überzeugen muss.

Lili Büker hat all dies schon erfolgreich hinter sich gebracht. Für die Aperin ist der Freiwilligendienst in dem fernen Land eine einmalige Gelegenheit: „Da ändert sich die ganze Sicht auf die Welt, wenn man sowas mitmacht.“

Finanziert wird die ehrenamtliche Tätigkeit von „weltwärts“ (siehe Infobox), die den Freiwilligen ein monatliches Einkommen von 150 Euro zusichern. Einen bestimmter Betrag muss dabei jedoch durch Spenden selbst erbracht werden. Damit es für Lili Büker klappt mit dem Freiwilligendienst, ist sie auf die Unterstützung der Bevölkerung angewiesen. Schon kleine Beträge helfen der engagierten Abiturientin, ihren Traum zu verwirklichen. Viel Zeit bleibt allerdings nicht mehr; Ende Juli läuft die Frist aus. Wer spenden möchte, kann sich direkt an Lili Büker unter 04489/ 958922 wenden.

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