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NWZonline.de Region

Feuer-Füchse werden Löschprofis

25.02.2016

Edewecht „Heute führen wir einige Experimente mit Feuer durch. Das machen wir aber nur hier. Macht es nicht zu Hause nach.“ Bevor die zwölf Kinder der „Feuer-Füchse“ der Kinderfeuerwehr Edewecht sich der Brandschutzerziehung, Teil 2, zuwenden, appelliert die Leiterin der Gruppe, Svenja Hitz, an die Kinder, diese Übungen nicht zu unterschätzen.

Nach einer kurzen theoretischen Einführung durch Maik Hunstock, der den Unterschied von gutem und schlechtem Feuer erklärt, dürfen die Mitglieder der Kinderfeuerwehr sich an die sechs Experimentiertische begeben, die in der Fahrzeughalle der Freiwilligen Feuerwehr in Edewecht aufgebaut sind.

Feuer richtig löschen

Jeweils zwei Kinder können gleichzeitig ein feuriges Experiment unter Anleitung eines Erwachsenen ausprobieren. Hier erfahren sie, wie mit Gas, Wasser, Schaum und Sand Feuer gelöscht werden kann, aber auch, dass es bei der Bildung von Qualm am besten ist, sich auf den Boden zu legen. Denn der Qualm steigt zuerst in die Luft, lernen die Nachwuchs-Feuerwehrleute.

Seit Anfang November gibt es in der Gemeinde Edewecht eine Kinderfeuerwehr. Insgesamt 15 Mädchen und Jungs im Alter von sechs bis zehn Jahren gehören der Truppe an und treffen sich vierzehntägig am Donnerstag im Feuerwehrgerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Edewecht, um hier zu spielen und zu lernen. Dazu gehört ebenso, wie ein Feuerwehrwagen ausgerüstet ist, wie Gerätschaften wie Wasserschläuche ausgerollt und auch wieder zusammengelegt werden, und natürlich die umfassende Brandschutzerziehung.

Im ersten Teil vor wenigen Wochen wurde über die Einsatzbekleidung gesprochen, gelernt, wie ein Notruf abzusetzen ist und welche Bedeutung Rettungsschilder und Brandmelder haben. Jetzt heißt es: Womit kann ich Feuer löschen und wie brennen die unterschiedlichen Materialien?

An ihrem Tisch zündet Svenja Hitz Plastik und auch ein Stück Stoff aus Synthetik an. Die Kinder sind vom Brennverhalten überrascht. „Seht ihr, es tropft nach unten auf den Boden und brennt weiter. Wie könnt ihr das am besten löschen?“ Der neunjährige Mike schlägt vor, die Regenjacke, von der das Stück Synthetik genommen wurde, möglichst schnell auszuziehen. „Am besten ist es, sich schnell auf den Boden zu legen und sich hin und her zu wälzen. So kann das Feuer erstickt werden“, rät Nayla.

In die Jugendfeuerwehr

Die Zehnjährige ist zwar auch erst seit November bei den „Feuer-Füchsen“, wird diese Gruppe aber bald verlassen und zur Jugendfeuerwehr Friedrichsfehn wechseln. „Mit zehn Jahren kann man in die Jugendfeuerwehr eintreten. Und da dort gerade ein Platz frei ist, werde ich die Kindergruppe verlassen.“

Die Kinder sind an diesem Nachmittag nicht nur von den Experimenten begeistert, sondern auch von dem Kinderbrandschutz-Diplom, das Ortsbrandmeister Uwe Wittig denjenigen aushändigt, die an beiden Teilen der Brandschutzerziehung erfolgreich teilgenommen haben.

Max gehört wie neun andere Kinder an diesem Nachmittag dazu. „Die Experimente haben mir sehr gut gefallen. Ich habe heute viel über das Löschen von Bränden gelernt“, ist er mit dem Verlauf zufrieden. Obwohl ihm die Kinderfeuerwehr sehr gut gefällt, weil sie viel Abwechslung und Spaß bietet, weiß der Achtjährige allerdings noch nicht, ob er auch als Jugendlicher bei der Feuerwehr bleiben wird. Bis dahin ist es noch etwas Zeit.

Dass die Kinderfeuerwehr noch in der Entwicklung ist, macht Betreuerin Svenja Hitz während einer Pause deutlich. In den kommenden Wochen soll ein Gruppensprecher gewählt werden. Grundsätzliches Interesse hätte Max schon, schließlich ist er bereits Sprecher seiner Schulklasse in Osterscheps. „Wenn es aber ein anderer wird, ist es auch nicht schlimm“, meint der Feuer-Fuchs.

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