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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

Findungsphase im Ammerland

19.06.2014

Bad Zwischenahn „Exploring my options“ nennt Melissa Latham das, was sie an der Hauptschule Bad Zwischenahn macht. Dort sucht die 22-jährige US-Amerikanerin nach dem Weg in ihr Berufsleben – und begleitet die Hauptschüler als Assistentin im Unterricht vier Wochen durch das Schulleben.

Eigentlich wohnt die junge Frau in Cabazon, einer kleinen Ortschaft nahe Palm Springs in Süd-Kalifornien. In Deutschland ist sie nie zuvor gewesen. Hier sammelt sie nun „Erfahrungen in einem anderen Land“, nutzt die Möglichkeit, ein abweichendes Schulsystem kennenzulernen. Den Kontakt geknüpft hat Hauptschullehrerin Gabriele Siegle. Sie hat selber viele Jahre in Kalifornien gelebt, ihr Lebensgefährte tut das immer noch – und ist ein Onkel von Melissa Latham.

Mittwoch stand Unterricht in der Sprachlernklasse an. Hier erhalten Mädchen und Jungen im Alter von elf bis 16 Jahren gemeinsam Unterricht. Sie kommen aus vielen Ländern: Syrien, Albanien, Irak, Bosnien, Polen und Spanien. Sie sollen in die Gesellschaft integriert werden. Deutsch steht an erster Stelle, aber nicht ausschließlich auf dem Stundenplan. In der dritten Stunde ist Kunst. „Die Kinder baden hier in Sprachen“, beschreibt Gabriele Siegle einen Ansatz der Sprachlernklasse.

„Schneiden?“ kommt die Frage in etwas gebrochenem Deutsch, „Yes!“, die Antwort knapp auf Englisch. Sprechen kann die Amerikanerin nur wenig Deutsch, verstehen schon einiges. Und so kommt Englisch zu all den Sprachen einfach hinzu.

In anderen Klassen steht dann die Fremdsprache, die für Melissa Latham Muttersprache ist, im Vordergrund. Im siebten bis zehnten Jahrgang hilft sie im Englischunterricht. „Die Schüler sehen so die Notwendigkeit, Englisch sprechen zu müssen“, meint Gabriele Siegle über den Kontakt zu einem „native speaker“.

Eigentlich wolle sie gar nicht wieder zurück nach Kalifornien, gesteht Melissa Latham. Die grüne Landschaft, die vielen Bäume, die Freundlichkeit der Menschen, all das habe es ihr angetan, zählt sie auf. Am Sonntag aber geht ihr Flieger. Im Sommer folge wohl ein Studium. Was genau, weiß sie noch nicht. Helfen soll bei der Entscheidung auch die Zeit in Bad Zwischenahn. Und wenn es nach ihrer Gastgeberin geht, wird es etwas mit Kindern. „Sie hat einen unheimlich guten Draht zu Kindern und geht auf sie zu.“ Vielleicht wird sie ja Lehrerin.

Markus Minten Redaktionsleitung Brake / Redaktion Brake
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