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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

Förderverein prüft nächsten Schritt

09.03.2011

BAD ZWISCHENAHN Um sich vor Ort ein Bild von den Fortschritten des Projektes zu machen, aber auch, um die Zukunft der Partnerschaft des Gymnasiums Bad Zwischenahn-Edewecht mit dem Dorf Tamiga in Burkina Faso zu planen, hat eine Delegation aus dem Ammerland dem westafrikanischen Land einen Besuch abgestattet. Die Partnerschaft wird seit 18 Jahren gepflegt und hat schon einiges bewirkt.

Vom neuesten gelungenen Projekt konnten sich die Vorsitzenden des Fördervereins für Schulpartnerschaften in Entwicklungsländern, Winfried Baroke und Franz Wester, Lehrerin Christina Hartmann sowie die Schülerinnen Burcin Amet, Elanah Lohse, Gabriele Hexmann und Jessica Nuske aus der Tamiga-AG vor Ort überzeugen: Im vergangenen Jahr wurde dank der Unterstützung aus dem Ammerland die Primarschule fertiggestellt. In vier Klassen werden dort von drei Lehrern und einer Lehrerin 225 Mädchen und Jungen unterrichtet.

Fertigstellung gefeiert

Im Dorf wurde der Schulbau mit den Gästen groß gefeiert. „Dabei konnten wir in vielen Gesprächen erfahren, wie viel Hoffnung die Eltern in die Ausbildung ihrer Kinder setzen und wie dankbar sie für diese Hilfe zur Selbsthilfe sind“, berichtet Baroke.

Vor Ort galt es auch, zwei vom Vorstand aufgeworfene Fragen zu beantworten: Was ist erforderlich, damit mehr Schüler nach Absolvierung der Primarschule weiterführende Schulen besuchen? Und: Wie können wir helfen, die gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung zu verbessern?

„Alle Klassen waren mit bis zu 150 Schülern pro Klasse total überfüllt“, berichtet Baroke vom Besuch des College im Nachbarort Nassere. „Unter ihnen auch Kinder, die die Primarschule in Tamiga besucht haben.“ Die prekäre Raumsituation in der Schule für die Jahrgänge 7 bis 10 sei durch die Auflage entstanden, keine Schüler mehr abzuweisen, so Baroke. „Eine Entspannung könnte erfolgen, wenn diese Schulform in Tamiga ebenfalls zur Verfügung stünde.“ Der Vorstand wolle nun prüfen, ob ein solcher Schritt gewagt werden könne.

Die vorgesehene Hilfe für eine Gesundheitsstation liegt hingegen erst einmal auf Eis: „Bereits vor zwei Jahren hatten wir den desolaten Zustand der Behandlungsräume gesehen“, so Baroke. „Jetzt waren wir entsetzt: Die Räume waren verdreckt, ebenso die wenigen Betten und Geräte. Benutzte Spritzen und Müll wurden nicht entsorgt, der Gesundheitshelfer wirkte lustlos und desinteressiert.“ Schnell sei klar gewesen, derzeit keine finanzielle Hilfe zu leisten, da nicht sicher sei, dass diese bei den Patienten ankomme.

Wünsche für die Zukunft

Neben bleibenden Eindrücken, vor allem der erstmals in Burkina Faso weilenden Lehrerin und Schülerinnen, nahmen die Ammerländer auch Wünsche aus dem Partnerdorf mit: Die Frauen würden sich über eine Anschubfinanzierung für den Kauf von Ziegen und Schafen freuen, die Männer über eine verbesserte Gesundheitsversorgung vor Ort und eine kleine Solaranlage. Die Lehrer schließlich baten um finanzielle Förderung von begabten Schülern.

Markus Minten Redaktionsleitung Brake / Redaktion Brake
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