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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

Freud und Leid

04.07.2018

Rund 40 Dritt- und Viertklässler der Christophorus-Grundschule in Rostrup haben an der Mathematik-Olympiade teilgenommen. 765 Schulen in Niedersachsen beteiligten sich mit 6309 Schülerinnen und Schülern an dem alljährlichen Wettbewerb. Gesucht wurden kreative Lösungen für knifflige mathematische Probleme. „Dabei sein ist alles“ lautete das Motto.

Bei 21 Aufgaben knobelten, grübelten und schätzten die Schüler der Christophorus-Grundschule im Einzelwettbewerb. In insgesamt drei Runden mussten sie ihr mathematisches Können unter Beweis stellen. In diesem Jahr gelang es fünf Schülern der vierten Klasse, in der Endrunde Preise zu gewinnen. „Diese Klasse ist außergewöhnlich gut in Mathematik“, sagte Lehrerin Barbara Wichtrup. Einen ersten Preis gewannen Ninke Schulte und Ben Klatt. Einen hervorragenden zweiten Preis erhielten Pierre Picard und Chanice Voß. Ein dritter Preis ging an Tristan Fichtner. Die Gewinner erhielten Bücher zum Weitertüfteln und ein Knobelspiel.

Die Christophorus-Grundschule in Rostrup hat bereits mehrfach erfolgreich an der Mathe-Olympiade teilgenommen, erklärte Schulleiter Philipp Linnemann. „Aber so viele Gewinner hatten wir noch nie!“ Auch die Kinder freuten sich sehr über ihren Erfolg. Der Wettbewerb habe großen Spaß gemacht. Die Aufgabenstellung seien lebensnah, und die Kinder hätten um die Ecke denken müssen, hieß es seitens der Schule.

Neun Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Bad Zwischenahn-Edewecht haben sich für die Projekttage ihrer Schule eine besondere, nahe gehende Aufgabe gestellt. Es ging um die Aufarbeitung von Einzelschicksalen von Patienten der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt Wehnen.

Zwei Tage lang haben die Jugendlichen vor Ort in der Gedenkstätte geforscht. Sie haben Biografien, Krankenakten und Literatur gesichtet und die Ausstellung sowie den Friedhof besucht. Am letzten Tag stellten sie ihre Ergebnisse vor. Begleitet und unterstützt wurden die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Bad Zwischenahn-Edewecht von dem Historiker Dr. Ingo Harms und ihren Lehrerinnen Meike Kähler und Valérie Wetter.

Wie die Mädchen und Jungen während der Projekttage erfuhren, gab es seit 1939 eine Überbelegung der Heil- und Pflegeanstalt Wehnen. Was folgte, war ein Euthanasieprogramm. Patienten wurden ausgehungert. Vermutlich wurden ihnen auch Medikamente verabreicht. Es wird vermutet, dass insgesamt rund 1500 Patienten der Heil- und Pflegeanstalt während der Naziherrschaft gezielt getötet wurden. Die Schülerinnen und Schüler hatten sich vorgenommen, den einzelnen Schicksalen ein Gesicht zu geben und durch die Aufarbeitung ihre Geschichten wieder in Erinnerung zu bringen.

Seit dem Jahr 2005 bemühen sich ein Forschungsprojekt der Carl-von-Ossietzky-Universität in Oldenburg sowie der Historiker Ingo Harms um die Aufarbeitung. Es werden unter anderem Führungen und Studientage zu der Thematik angeboten. Die Gedenkstätte Alte Pathologie Wehnen kann mittwochs, donnerstags und samstags in der Zeit zwischen 12 und 16 Uhr besucht werden.

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