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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

Wo Kinder und Bäume wachsen

01.10.2018

Ipwegermoor In Petersfehn ist es der Waldkindergarten „Sternenmoos“, in Rastede – oder genauer in Ipwegermoor – ist es nun der Waldkindergarten „Moltebeere“, der die Waldorfpädagogik mit der Waldpädagogik kombiniert. Damit ist diese Einrichtung neben der in Petersfehn der zweite Kindergarten in Niedersachsen, der dieses Konzept aufweist.

Am 15. August hat dieser neue Waldkindergarten seine Arbeit aufgenommen. Am Samstag fand nun die offizielle Eröffnung statt, zu der sich nicht nur die bereits angemeldeten Kinder mit ihren Eltern und Großeltern einfanden, sondern auch viele Nachbarn, Freunde und Ratspolitiker aus Rastede. Symbolisch wurden an diesem Nachmittag drei Obstbäume gepflanzt, die von Norbert Cassellius gespendet worden waren. Der Petersfehner veredelt alte Obstbäume, um deren Arten zu erhalten.

Zum Sommer hin hatten die Rasteder Kommunalpolitiker in der Verwaltungsausschusssitzung entschieden, diese betreute Kindergruppe einzurichten. „Die Beteiligten hatten schon im Vorfeld bei der Umsetzung entsprechend vorgearbeitet“, sagte Bürgermeister Dieter von Essen in seinem Grußwort. „Hier finden wir für die frühkindliche Erziehung ein anderes Umfeld vor. Damit es auch klappt, haben wir von der Gemeinde aus ein Birkenwäldchen zur Verfügung gestellt. Dazu wird dieser Kindergartenbetrieb von der Gemeinde mit insgesamt 55 000 Euro€ jährlich bezuschusst.“

Gründerin des Waldkindergartens ist Ilka Elsner-Hillen, die nicht nur die Idee dazu einbrachte, sondern auch als Vorsitzende der Elterninitiative Moorwichtel das Vorhaben auf den Weg brachte. Sie, Ruth Christiansen und Joscha Quentin sind die drei pädagogischen Kräfte, die zukünftig die maximal 15 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren betreuen. „Bisher werden neun Kinder in dieser Waldkindergartengruppe betreut“, so Ilka Elsner-Hillen.

Das Grundstück für den Kindergarten an der Wiemkenstraße wurde von Familie Hillen zur Verfügung gestellt. „Als unsere Schwiegertochter Ilka mit dieser Idee hier ankam, haben wir sie sofort unterstützt“, so Horst Hillen.

Er hatte bereits seine eigenen Kinder auf die Waldorfschule geschickt und findet es gut, dass es jetzt in der Gemeinde Rastede einen Kindergarten gibt, der diese Erziehungsideale verfolgt.

Ein Bauwagen, eine überdachte und ausgebaute Veranda und ein Toilettenhaus sind die festen Gebäude auf dem Platz an der Wiemkenstraße. Ansonsten spielt sich vieles im gut acht Hektar großen Wald ab, der von der Gemeinde als Ausgleichsfläche geschaffen wurde.

Hier werden die Kinder die namensgebende „Moltebeere“ wohl kaum finden. Dieses in den skandinavischen Ländern heimische Gewächs, „Gold des Waldes“ genannt, soll zwar auch im Ipweger Moor wachsen. Wo allerdings, will keiner verraten.

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Waldkindergarten | Waldorfschule

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