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Bildung: KGS-Schüler streiken gegen Streichliste

31.10.2013

Rastede Mehrere hundert Schüler der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Rastede haben ihren Schultag am Mittwochmorgen mit einem Sitzstreik begonnen. Mit ihrem Protest wollten sie deutlich machen, dass ihnen die angekündigte Streichung von Klassenfahrten und anderen freiwilligen Leistungen der Lehrer missfällt. „Ich denke, unsere Meinung dazu ist jetzt bei den Lehrern und der Schulleitung angekommen“, sagte Schüler Mattis Kleemann im Forum der Schule.

Wie berichtet, hat das Kollegium der KGS mehrheitlich beschlossen, sämtliche freiwilligen Angebote ab dem Schuljahr 2014/15 auszusetzen. Mit diesem drastischen Schritt wollen sich die Lehrer gegen Pläne der niedersächsischen Landesregierung wehren, die die Arbeitszeit von Gymnasiallehrern um eine Wochenstunde anheben und von einer Zusage zurücktreten will, derzufolge Ältere weniger Stunden pro Woche arbeiten sollten.

Lehrer Hartmut Kayser vom Personalrat der Schule bestärkte die Schüler in ihrem Protest. „Ich habe es noch nie gesehen, dass Schüler sich so organisiert haben“, sagte er und fügte an: „Es ist gut, dass ihr euch hier äußert.“ Kayser erläuterte den Schülern, wie das Kollegium zu der drastischen Entscheidung gekommen ist. Er verwies auf die stark veränderten Lehr- und Lernbedingungen an Schulen in Niedersachsen. Die Bedingungen hätten sich massiv verschlechtert. „Und das betrifft in erster Linie euch“, sagte er in Richtung der Schüler.

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Lehrer Hauke Meyer ergänzte, dass das Vorhaben der Landesregierung konkrete Auswirkungen auf den Unterricht haben werde. Durch immer stärkere Belastungen fehle es den Lehrern an Zeit für die Vor- und Nachbereitung der Unterrichtsstunden.

Schülersprecher Jan Lübs kündigte an, dass am kommenden Freitag, 8. November, eine außerordentliche Sitzung des Schülerrates stattfinden soll. Dort soll das weitere Vorgehen besprochen werden. Auch ein Vertreter des Personalrates der Schule soll an der Sitzung teilnehmen.

Lübs machte deutlich, dass sich der Protest der Schüler nicht gegen die Lehrer richtet, sondern gegen die Pläne der Landesregierung und deren Folgen. Er hofft, dass andere Schulen aus der Region dem Beispiel der KGS folgen und sich mit dem Thema auseinander setzen.


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Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
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