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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

Kluge Köpfe für knifflige Aufgabe

03.05.2017

Wiefelstede Wie kommt man wohl nach einem Schiffbruch von einer einsamen Insel rüber auf das Festland? Mit Physik natürlich, sind sich die Schülerinnen und Schüler der 10a an der Oberschule Wiefelstede sicher. Kürzlich waren im Rahmen des Projektes „Piko – Physik im Kontext“, Physik-Lehramtsstudenten der Universität Oldenburg an der OBS zu Gast.

Von der Theorie in die Praxis

Raus ans Meer geht es für die Schüler am 16. Mai. Dann können die Teilnehmer des Projektes im Nationalparkhaus Wattenmeer in Dangast Physik in der Praxis erleben.

Echte Laborluft schnuppern die Schüler am 9. Juni. Mit den Studierenden bereiten die Schüler in der Universität Oldenburg Experimente vor und testen die in der Schule überlegten Lösungen.

„Physik im Kontext“ ist ein ehemals vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Projekt.

Gemeinsam haben die Jugendlichen und die Studenten an verschiedenen Szenarien getüftelt. Erstmal ging es ran an Stift und Papier, in Gruppen überlegten sich die Teilnehmer unterschiedlichste Lösungen. Beispielsweise wie man mit einer Apfelbatterie das Handy laden kann, mit einem Floß rüber auf das Festland kommt oder wie man mit brennendem Magnesium auf sich aufmerksam machen könnte.

Chris Richter, ehemalige Lehrerin an der OBS und seit einiger Zeit tätig im Fachbereich Physik an der Uni, hat das Projekt an die Schule geholt.

Für alle Beteiligten sei es eine Win-Win-Situation, so Richter. Die Studierenden könnten so möglichst früh an die Schulen herangeführt werden. Und die Schüler erleben mal eine ganz andere Form des Unterrichts, wie auch Lennard (16) findet. „So ist es einfacher und man versteht es viel leichter, als wenn man es nur theoretisch im Unterricht macht“, meint der Schüler. Denn bei Stift und Papier soll es in dem Projekt nicht bleiben, weiß Chris Richter. Die Schüler werden Mitte Mai einen Ausflug nach Dangast machen, außerdem dürfen sie noch echte Uniluft schnuppern. Lennard kann sich durchaus vorstellen, später an die Uni zu gehen. Was es werden soll? „Physik“, sagt der 16-Jährige und grinst. Seine Mitschülerin Antonia (16) meint: „Das könnte es ruhig öfter geben!“

Schulleiterin Jutta Klages freut sich ebenfalls über den Besuch aus der Uni: „Im Gymnasialzweig gibt es eher selten die Möglichkeit, an Projekten wie diesem teilzunehmen.“ Hinzu komme, dass es auch ein langfristiges Projekt sei – handlungsorientiert und lebensnah. Nur hoffentlich müsse niemand mal wirklich auf einer einsamen Insel ausharren, sagt sie und schmunzelt.

Tonia Hysky
Redakteurin
Online-Redaktion
Tel:
0441 9988 2154

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