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Schule: Langfristige Lösung angestrebt

20.02.2013

Bad Zwischenahn Seltene Einmütigkeit in der Frage nach der künftigen Schullandschaft in der Gemeinde herrschte im jüngsten Schulausschuss: Einstimmig hatte das Gremium die Rücknahme des Antrags zur Einrichtung einer Oberschule (OBS) zum nächsten Schuljahr befürwortet und damit den Weg frei gemacht für die mögliche Gründung einer Integrierten Gesamtschule (die NWZ  berichtete). Ob eine solche Schule gewünscht wird, soll eine Elternbefragung ermitteln.

Eines betonten Redner aller Fraktionen: Eine Lösung müsse langfristig ausgelegt sein. „Wenn wir etwas einführen, muss es mindestens zehn Jahre Bestand haben“, meinte Georg Köster (Grüne). Horst-Herbert Witt (FDP) forderte „ein verlässliches, gutes Angebot für längere Zeit“ und Maria Bruns (CDU) lehnte „eine Zwischenlösung“ kategorisch ab. Eine Schulgründung dürfe es nur geben, wenn sie „für Schüler eine qualitative Verbesserung ist“. Deshalb habe die CDU keine Bedenken, die Entscheidung zu schieben und die Eltern zu fragen, wo es hingehen soll.

Die Notwendigkeit von Informationen hob Petra Janssen-Friedrich als Sprecherin der Schulleiterkonferenz hervor: „Es ist ganz wichtig, dass eine Elternbefragung stattfindet. Das benötigt sehr viele Informationen. In den Grundschulen hat das bis heute nicht stattgefunden“, so die Leiterin der Grundschule Elmendorf-Aschhausen. Witt sieht die „Elternbefragung als Eintritt in die Reform“. Zwei Wege zum Abitur – einer zwölf Jahre (Gymnasium), der andere 13 Jahre (IGS) – würde „die Zahl der erfolgreichen Abiturienten ansteigen“ lassen.

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Nicht weit genug ging der Beschlussvorschlag nur der SPD. Die hätte sich „mehr Verbindlichkeit“ gewünscht und eine Festlegung auf das Schuljahr 2014/15. „Wir diskutieren seit zwei Jahren über die Schulstruktur. Jetzt dürfen wir nicht wieder hinterher hinken“, meinte Henning Dierks mit Blick auf Oberschulen, die es in anderen Kommunen bereits gibt. Ob eine Einführung einer IGS zu diesem Termin zu schaffen sei, sei offen, betonte Bürgermeister Arno Schilling. Sobald die Rahmenbedingungen vorlägen, könne die Verwaltung Infoveranstaltungen und Elternbefragung „in zwei bis drei Monaten umsetzen“. Schon jetzt sieht er in der Einstimmigkeit ein Zeichen an die Landesschulbehörde, „dass wir einen Anspruch anmelden“. Und so lange gilt, was nicht nur Bruns betonte: „Wir haben ein altes System, das gut funktioniert“.

Markus Minten Leitung / Lokalredaktion
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