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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

Beruf: Aus dem richtigen Holz geschnitzt

14.09.2018

Mansie /Neuenburg „Ich war ein Draußenkind.“ Pascal Grensemann nickt bestätigend mit dem Kopf. „Früher habe ich immer im Freien gespielt. Solange es hell war, habe ich mich an der frischen Luft aufgehalten. Am liebsten wäre ich auch im Dunkeln draußen geblieben, aber das fand meine Mutter natürlich nicht so toll.“ Pascal Grensemann lacht.

Auf Bäume klettert der heute 20-Jährige nicht mehr, auch versteckt er sich nicht mehr in irgendwelchen Büschen. Pascal Grensemann hat den Wald zu seinem Arbeitsgebiet erkoren. Der junge Mann aus Mansie macht eine Ausbildung zum Forstwirt bei den Niedersächsischen Landesforsten.

So wird man Forstwirt

Jährlich bilden die Niedersächsischen Landesforsten 30 junge Menschen in 14 Forstämtern zum Forstwirt aus. Die überbetriebliche und schulische Ausbildung erfolgt im Bildungszentrum bei Seesen am Harz.

Die Bewerbungsfrist für den Ausbildungsbeginn 2019 läuft noch bis zum 29. Oktober 2018. Die Eignungstests finden im Dezember statt.

    www.landesforsten.de/wir/karriere/ausbildung-zum-forstwirt-in/

„Eigentlich hatte ich die Idee, Lehrer zu werden.“ Gleich nach dem Abitur am Gymnasium Westerstede – eines seiner Hauptfächer war Biologie – aber wollte er nicht studieren. „Also habe ich erst einmal den Bundesfreiwilligendienst gemacht.“ Den absolvierte er beim Kreissportbund. Der Sport – explizit der Ballsport – ist neben der Natur Pascals zweite große Leidenschaft. Einst spielte er in der Jugend des HC Bremen Handball. „Da haben wir bis zu viermal in der Woche trainiert.“ Seit der Winterpause ist er Mitglied der Handballabteilung des VfL Edewecht. Seine Mannschaft spielt in der Oberliga Nordsee. Dreimal die Woche ist Training. Hinzu kommt, dass Pascal jeden Montag bei der TSG Westerstede die männliche B-Jugend in seinem Lieblingssport anleitet. „Ich trainiere bislang auch noch eine Ballsport-Gruppe von Zehn- bis Sechzehnjährigen in Gristede. Aber das muss ich aufgeben. Ich schaffe es wegen meines Berufs zeitlich nicht mehr.“

Pascal Grensemanns Wecker klingelt montags bis freitags um 5.30 Uhr. „Ich könnte etwas später aufstehen, aber ich habe es morgens lieber gemütlich. Mit einer Tasse Tee und so.“ Um 7 Uhr muss er an seinem Ausbildungsplatz, dem Forsthaus Neuenburg (Kreis Friesland), sein. Von dort starten Pascal und seine Kollegen zu ihren Arbeitseinsätzen. Zum Einzugsbereich gehören Waldgebiete von der Ems bis an die Weser, von Oldenburg bis an die Nordsee. Der Trupp muss unter anderem Holz ernten, Totholz beseitigen, Forstwege freischneiden, die Verkehrssicherheit durch das Beseitigen überstehender Äste und Sträucher gewährleisten. „Wir holzen nicht blind irgendetwas ab. Es wird sehr darauf geachtet, dass wir bei unserer Arbeit nachhaltig vorgehen. Also pflanzen wir auch immer wieder Neues an“, betont der angehende Forstwirt.

Neben den Tätigkeiten im Wald gehören Arbeiten in der forsthauseigenen Werkstatt zum Alltag des 20-Jährigen. „Wir müssen zum Beispiel Texte zu verschiedenen Aufgabenstellungen verfassen. Außerdem sorgen wir dafür, dass unsere Werkzeuge gesäubert und gepflegt werden. Wir lernen, Baum- und Straucharten zu bestimmen. Und wir müssen auf unserem Gelände und in der Werkstatt dafür sorgen, dass alles in Schuss ist.“ Die schulische Ausbildung des 20-Jährigen erfolgt im Blockunterricht. „Für mehrere Wochen im Jahr bin ich im forstlichen Bildungszentrum im Harz.“

Wenn der junge Mann nicht arbeitet oder Sport treibt, bastelt er gerne mit Holz. Diverse Deko-Objekte hat er bereits gesägt und geschnitzt. Bleibt bei den vielen Verpflichtungen, Hobbys und der Familie, zu der neben den Eltern eine 16-jährige Schwester, eine Mischlingshündin und ein Pferd gehören, Zeit für eine Freundin? „Ja. Ich habe eine Freundin. Die wohnt allerdings in Twistringen. Aber wir sehen uns jedes Wochenende.“ Kennengelernt haben sich die beiden über den Handball. „Nächstes Jahr wollen wir wohl zusammenziehen.“ Und wie sehen Pascals weitere berufliche Pläne aus? „Erstmal ist es mein Ziel, Forstwirt zu sein. Ich bin aber für alles offen. Vielleicht studiere ich doch noch. Vielleicht werde ich dann eines Tages doch noch Lehrer.“

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Kerstin Buttkus Redakteurin / Redaktion Westerstede
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