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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

Mehr Privatsphäre für Flüchtlingsfamilien

10.12.2015

Bad Zwischenahn Der Anfang ist gemacht: 68 Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan und dem Irak sind von der Turnhalle der Berufsbildenden Schulen (BBS) in Rostrup auf die andere Seite des Zwischenahner Meeres umgezogen: In der Deutschen Jugendherberge (DJH) am Schirrmannweg haben die Familien ein neues Zuhause auf Zeit gefunden.

Vor allem Familien mit kleinen Kindern wolle der Landkreis aus der Sporthalle herausbekommen, betont Landkreis-Sozialdezernent Ingo Rabe. Weitere sollen folgen, wenn die Jugendherberge ab kommender Woche komplett mit Flüchtlingen belegt werden kann. Insgesamt möchte der Landkreis dann zwischen 150 und 170 Menschen in den 40 Zimmern unterbringen. Der Umzug habe gleich mehrere gute Gründe: Die Familien haben in den abgeschlossenen Zimmern der Jugendherberge deutlich mehr Privatsphäre. Auch entspannt sich die Lage in der Turnhalle etwas durch die weniger enge Belegung. Und: „Die Flüchtlinge sehen, dass es in Rostrup nicht nur ein Rein gibt, sondern auch wieder ein Raus“, meint Rabe.

Bis Ende März hat der Landkreis, der 500 Menschen unterbringen muss, die Jugendherberge angemietet (die NWZ  berichtete). Derzeit gibt es noch eine Parallelbelegung mit einigen gebuchten Gruppen. „Völlig problemlos“, betont DJH-Regionalleiter Marcus Heisterkamp. Ebenso problemlos und verständnisvoll hätten Gruppen reagiert, die auf andere Häuser umgebucht werden mussten.

Betreut werden die Familien vom Verein Amando (Rastede). Der hatte Anfang November zunächst die Betreuung der unbegleiteten Jugendlichen übernommen. Zwölf von ihnen zwischen 14 und 17 Jahren sind seit ein paar Wochen in einem Nebengebäude der Jugendherberge untergebracht. Der Verein kümmert sich um die sinnvolle Freizeitgestaltung – von Sport bis zur Fahrradreparatur. „Wir bauen Alltagsstrukturen auf“, sagt Vorsitzende Natascha Börgers. Selbes gelte nun für die Familien. So habe man einen Kindergarten installiert und eine Frauenbeauftragte benannt. Sprachkenntnisse bringen zwei Vereinsmitglieder mit, ansonsten helfen Sprachmittler aus Reihen der Flüchtlinge.

Die Arbeit des Vereins mit den unbegleiteten Flüchtlingen hat den Landkreis bewogen, diesen auch mit der Betreuung der Familien zu betrauen. Aber auch die mittlerweile erreichte Belastung der Ehrenamtlichen von Deutschem Roten Kreuz und Johanniter-Unfall-Hilfe, die in Rostrup seit Wochen tätig sind, wie Rabe betont. Das Engagement sei nach wie vor riesengroß, die Belastung mittlerweile allerdings auch.

Deshalb hoffen Landkreis und Amando auf weitere Ehrenamtliche, die bei der Betreuung helfen wollen. „Ganz toll wäre es, wenn wir so etwas wie Familienpaten hinbekommen würden“, hofft Börgers. Aber auch Menschen, die sich Kochkurse mit den Flüchtlingen vorstellen könnten oder diese zu Einkäufen begleiten wollen, seien willkommen. Interessierte können per E-Mail unter info@amando-verein.de einen ersten Kontakt aufnehmen. Bei einem Treffen in der Jugendherberge könnten dann die möglichen Aufgabenbereiche näher besprochen werden, so Börgers.

Auch Sachspenden wie etwa Fahrräder sind dem Verein willkommen. Auch hier wird um vorherige Kontaktaufnahme per E-Mail gebeten.


Mehr Infos zum Verein unter   www.amando-verein.de 
Markus Minten Redaktionsleitung Brake / Redaktion Brake
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