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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

Bildung als Pfand für die Zukunft

07.12.2018

Oldenburg /Edewecht /Mombasa Diese Hilfe kommt garantiert an. Die Oldenburgerin Anja Friedrich (45) vom Verein „Little Angel“ fliegt immer wieder nach Kenia, um sich die Früchte ihrer Arbeit anzuschauen. Vielen Edewechtern dürfte sie als Mitarbeiterin der Edewechter LzO, in der sie mehr als zehn Jahre arbeitete, bekannt sein.

Aus eigener Kraft hat sie mit Unterstützung weiterer Vereinsmitglieder in Likoni-Motongwe (Mombasa) ein Waisenheim aufgebaut. Derzeit leben 21 Kinder in dem Heim, 100 weitere aus dem umliegenden Dorf werden bis zur vierten Klasse darin unterrichtet. 25 Kinder werden zudem außerhalb des Heimes finanziell unterstützt.

50 Schüler in Klasse

Das Heim und eine kleine Farm in der Nachbarschaft wurden durch Spendengelder finanziert. Nun ist der Neubau weiterer Klassenräume geplant, damit nach und nach eine Ausweitung erfolgen kann. Im Vergleich zur staatlichen Schule, die die Kinder nach dem Wechsel besuchen, sind die Klasseneinheiten in dem Heim wesentlich kleiner. Die Kinder können dadurch intensiver betreut werden und lernen. In der staatlichen Schule sind mitunter 50 oder mehr Schüler in einer Klasse, berichtet Anja Friedrich.

Unterstützung aus Kenia gibt es für das Heim mit angeschlossener Schule auch. Ein muslimisches Krankenhaus spendet seit Jahren Lebensmittel für die Kinder. Beim zurückliegenden Aufenthalt von Anja Friedrich in Kenia stand die Bildung und Ausbildung im Fokus. Es gibt eine achtjährige Primaryschool, die jedes Kind besuchen muss. Allerdings können einige Eltern die Kosten für die Schuluniformen und Ausstattungen nicht aufbringen.

Nach dem Abschluss sollte der Besuch der Secondary School (Highschool) für vier Jahre erfolgen, damit eine Chance auf eine Anstellung erfolgen kann, erzählt Friedrich. Allerdings steht dann meist noch ein kostenpflichtiger Collagebesuch an, um sich auf einen Job vorzubereiten. Alternativ kann man nach dem Primary-Abschluss eine Polytec – eine Art, ebenfalls kostenpflichtige, Berufsschule besuchen. Auch hier hilft der Verein. „Einen Jungen, Hamisi, mittlerweile 20 Jahre alt, konnten wir dank eines Sponsors eine Ausbildung zum Elektriker ermöglichen. Er ist 2010 mit 12 Jahren von seiner alleinerziehenden Mutter, die ihn aus Armut nicht mehr versorgen konnte, in unser Heim gebracht worden“, berichtet die Oldenburgerin.

Besuch der Highschool

Derzeit besuchen zudem zehn Jugendliche aus dem Heim bzw. aus den Familien kenianischer Helfer die Highschool und die ersten beiden werden sie im Januar 2019 beenden. Reicht der Notendurchschnitt, können sie anschließend zum College oder zur Universität wechseln. Regelmäßig sind auch Freiwillige aus Deutschland für eine Dauer ab drei Monaten vor Ort, um den Verein Little Angel bei der Arbeit zu unterstützen. Weitere Infos unter kontakt@little-angel.de oder


     www.kenia-little-angel.de 
     facebook: verein little angel e.v. 
Thomas Husmann
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2104

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