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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

Bildung In Rastede: Kein Geld für kleine Dorfschule

08.10.2019

Rastede Carolin Hanken wirkte entmutigt nach der gut dreistündigen Sitzung des Schulausschusses. „Man kommt einfach nicht dagegen an“, sagte die Leiterin der Grundschule Leuchtenburg. Ein Grund für den Frust: Für ihren Antrag auf eine aus Sicht der Schule nötige Erweiterung des Gebäudes gab es in der Politik keine Mehrheit. Grund Nummer zwei: In der Diskussion ging es (mal wieder) auch um die Standortfrage und damit die Zukunft der idyllisch gelegenen Grundschule (Baujahr 1912). „Der Standort an der Schoolstraat ist der Grund, warum die Grundschule Leuchtenburg so beliebt ist“, sagte Carolin Hanken.

Als vor einigen Jahren das Aus der Förderschule am Voßbarg im Gespräch war, kam die Diskussion auf, dass die Grundschule Leuchtenburg in das dann nicht mehr benötigte Gebäude der Förderschule an der Schillerstraße umziehen könnte. Schon allein wegen dieser Idee formierte sich seinerzeit Widerstand. Schulleiterin Carolin Hanken sagt auch heute noch: „Es würde die Grundschule Leuchtenburg nicht mehr geben, wenn sie an den Voßbarg umzieht. Der Standort ist die Schule.“

Dass die Diskussion jetzt wieder auflebt, hängt damit zusammen, dass das Landesschulgesetz das Fortführen der Förderschule am Voßbarg nur noch bis 31. Juli 2028 genehmigt. „Sofern bis dahin keine entsprechende Änderung des Schulgesetzes erfolgt, steht spätestens im Sommer 2028 ein vollständig eingerichtetes und intaktes Schulgebäude leer, während an anderer Stelle angebaut werden müsste“, schreibt die Verwaltung daher in ihrer Beratungsvorlage für den Schulausschuss. In der Sitzung betonte Bürgermeister Dieter von Essen dann noch einmal: „Wir müssen alles im Blick haben und in Erwägung ziehen.“

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Beantragt hatte die Grundschule Leuchtenburg die Erweiterung um einen Mehrzweckraum (für Musik, Werken, Textil und Kunst), einen Gruppenraum sowie die Erweiterung des Lehrerzimmers und der Mensa. Die kleine Grundschule (89 Schüler) wird als Ganztagsschule geführt, das Angebot werde gut angenommen, sagte Sabine Meyer, zuständige Fachbereichsleiterin im Rathaus. 60 Ganztagskinder gebe es an der Schule. Der beantragte zusätzliche Raumbedarf sei aus ihrer Sicht schlüssig dargestellt. Zu bedenken gebe es aber neben der Situation an der Schule am Voßbarg weitere (möglicherweise dringlichere) Baumaßnahmen. An erster Stelle müsse da die Kooperative Gesamtschule Rastede berücksichtigt werden. Dort geht es gerade ebenfalls um eine mehrere Millionen Euro teure Erweiterung.

Wilhelm Janßen (SPD) sprach sich klar dagegen aus, den Antrag der Grundschule Leuchtenburg neun Jahre zurückzustellen, um erstmal die Entwicklung an der Schule am Voßbarg abzuwarten. Er schlug vor, dass die Verwaltung eine Finanz- und Investitionsplanung auch mit Blick auf den zeitlichen Ablauf erstellen sollte. Dem stimmte der Ausschuss letztlich einstimmig bei zwei Enthaltungen (Sylke Heilker, CDU, und Jan Hoffmann, Grüne) zu.

Sylke Heilker sagte, man dürfe die Entwicklung am Voßbarg nicht außer Acht lassen. Zudem stehe ohnehin kein Geld für eine Erweiterung in Leuchtenburg zur Verfügung. Jan Hoffmann regte an, sich in zwei Jahren noch einmal mit dem Thema zu befassen und die Verwaltung jetzt nicht mit zusätzlicher Arbeit zu belasten. „Es gibt größere Baustellen als Leuchtenburg“, sagte er.

Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
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