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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

Bildung: Wo Schüler seit 50 Jahren gefördert werden

22.09.2018

Rastede Die Schule am Voßbarg hat Höhen und Tiefen erlebt in ihrem 50-jährigen Bestehen. Zuletzt stand die Förderschule Lernen beinahe vor dem Aus, es wurden bereits keine neuen Schüler mehr aufgenommen. Vor wenigen Wochen erst genehmigte die Landesschulbehörde einen Weiterbetrieb bis Juli 2028, nun wurden erstmals wieder Fünftklässler aufgenommen. So können Pädagogen, Schüler und Ehemalige das Jubiläum nun auch tatsächlich feiern – am kommenden Donnerstag, 27. September (siehe Infokasten).

Zum 50-jährigen Bestehen wirft Schulleiter Bernhard Schrape einen Blick in die Geschichte der Schule am Voßbarg. „Die Anfänge lagen in Neusüdende“, sagt Schrape, der im kommenden Jahr in den Ruhestand gehen wird und dann 23 Jahre an der Schule am Voßbarg tätig war.

Der Schulchronik ist zu entnehmen, dass Rastede und Wiefelstede schon 1967 eine Sonderschule eingerichtet haben wollten – so der damals gebräuchliche Begriff. Die notwendige Lehrerstelle wurde jedoch erst im darauffolgenden Jahr bewilligt. Den Namen Schule am Voßbarg trägt die Schule seit Anfang des Jahres 1980.

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In leerstehenden Klassenräume der Volksschule Neusüdende sollte die neue Schule untergebracht werden. „Als die Neusüdender Elternschaft von diesen Plänen hörte, protestierte sie. Sie befürchtete, dass die Sonderschüler sich nicht mit ihren noch dort befindlichen Kindern der Jahrgänge 1 bis 3 vertragen würden“, heißt es in der Chronik.

Schulfest

Das Jubiläum 50 Jahre Schule am Voßbarg in Rastede wird am Donnerstag, 27. September, gefeiert. Vormittags ist ein offizieller Teil mit geladenen Gäste geplant, um 13.30 Uhr beginnt ein Schulfest mit Spielen und Darbietungen. Ab 18 Uhr ist ein gemütliches Beisammensein mit ehemaligen Schülern und Lehrern geplant. Kurzfristige Anmeldungen unter Telefon  0 44 02/21 52.

Es waren lange Gespräche nötig, bis endlich grünes Licht für die Einrichtung der Schule gegeben wurde. Nach und nach sollten dann in Neusüdende sieben Sonderschulklassen eingerichtet werden. Die dafür erforderlichen Baumaßnahmen erübrigten sich jedoch recht schnell. Weil in Rostrup eine neue Berufsschule gebaut wurde, stand das erst 1959 erbaute Gebäude der bisherigen Berufsschule am Voßbarg in Rastede zur Verfügung.

1970 siedelte die Sonderschule mit vier Klassen um. Bis 1976 stieg die Zahl der Schüler auf 215 an, die der Lehrkräfte auf 19. Ab 1978 sank die Schülerzahl jedoch stetig, um 1990 besuchten weniger als 40 Schüler die Bildungseinrichtung am Voßbarg. Der Gemeinde Rastede bot sich damit die Möglichkeit, im Jahr 1989 in einem Trakt des Gebäudes den Kindergarten am Voßbarg einzurichten – eine Idee, die bereits 1968 im Gespräch gewesen war.

„Als ich hier anfing, hatten wir um die 70 Schüler“, berichtet Schrape von später wieder steigenden Schülerzahlen. „Zeitweise wurde in Containern gearbeitet“, erinnert sich der Schulleiter an eine Übergangszeit, bis 2002 ein Anbau mit drei Klassenräumen und einer Aula realisiert wurde. Anfang der 2000er Jahre besuchten fast 150 Schüler die Schule am Voßbarg.

Seitdem machte die Schule durch viele Aktivitäten und Angebote von sich reden. „Mit Mitteln der Bingo-Stiftung haben wir den Schulhof neu gestaltet. Wir wurden als Umweltschule in Europa ausgezeichnet und beteiligten uns an Comenius-Projekten“, sagt Schrape.

Ab 2006 entstanden erste Nachmittagsangebote, weil die Schule seitdem den Hauptschulabschluss nach der zehnten Klassen anbot. „Gleichzeitig haben wir mit den Schülerfirmen begonnen“, schildert der Schulleiter. Als die Schule am Voßbarg 2007 Ganztagsschule wurde, wurden die Nachmittagsangebote weiter ausgebaut.

„Seit 2007 haben wir einen kleinen Garten an der Goethestraße“, erzählt Schrape. Dort wird von der Gartenbau-AG der Schule das Gemüse für die Schulküche angebaut. Die Schülerfirma „Iss was“ bereitet daraus dann das Mittagessen für die Mitschüler zu. „Wir haben einen Wirtschaftskreislauf eingerichtet, die Schüler sollen lernen, dass alles Geld kostet“, sagt Schrape. So verkaufen die Gärtner das Gemüse an die Köche, die es wiederum an die Schüler verkaufen – freilich für einen kleinen Betrag von 1,50 Euro.

Zu den Höhepunkten der jüngeren Schulgeschichte gehört der zweite Platz beim Deutschen Schulpreis im Jahr 2008. „Wir haben uns einfach beworben, weil wir das Gefühl hatten, echt gute Angebote für unsere Schüler vorzuhalten“, erinnert sich Schrape. Er lag richtig mit seiner Einschätzung, die Schule gewann 25 000 Euro.

Die Schule gab das Geld weiter an den Förderverein, der damit allen Schülern einen Tagesausflug auf eine Nordseeinsel ermöglichte, ein Gewächshaus für den Schulgarten kaufte und es in weitere Schulprojekte steckte, die über die normalen Budgets nicht zu finanzieren sind, sagt Schrape. So wurde die Schule am Voßbarg noch mal attraktiver für die Schüler.

Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
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