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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

Gemeinsam gegen den Plastikmüll

17.01.2019

Rastede Plastiktüten endgültig aus dem Alltag verbannen, dieses Ziel wollen auch Schüler der Kooperativen Gesamtschule Rastede unterstützen. Über ihre Aktivitäten werden sie an diesem Freitag, 18. Januar, auf dem Wochenmarkt in Rastede informieren – und dabei an einem Stand auch gleich Plastiktüten entgegennehmen.

„Wir stehen in Kontakt mit einer Firma, die aus Plastiktüten Recycling-Produkte herstellt“, sagt Jan Borchers. Der 18-Jährige hat an der KGS das Seminarfach „Machtpoker Weltmeere“ belegt, in dem sich die Schüler intensiv mit der Verschmutzung der Weltmeere befassen.

„Wir wollen ein bewussteres Verhalten der Menschen einfordern“, erläutert Seminarfachschülerin Faja Eickhoff den Hintergrund der Aktion. Es gehe darum, das eigene Verhalten zu ändern und so aktiv zum Schutz der Meere beizutragen.

Auf einen Blick

Plastiktüten sammeln Schüler der Kooperativen Gesamtschule Rastede an diesem Freitag, 18. Januar, auf dem Wochenmarkt in Rastede. Ab 8 Uhr sind die Schüler mit einem Stand auf dem Wochenmarkt vertreten und nehmen dort Plastiktüten an, die dann an ein Recyclingprojekt weitergegeben werden sollen.

Eine Ausstellung zum Thema „Es geht um Meer“ planen die Schüler, die an der KGS das Seminarfach „Machtpoker Weltmeere“ belegt haben, für Ende Januar. Die Eröffnung findet am Samstag, 26. Januar, um 15 Uhr in der Aula der KGS statt.

Einen Gastvortrag hält dort Dr. Barbara Scholz-Böttcher von der Uni Oldenburg. Sie ist Leiterin für „Zentrale Organische Analytik“ und wird zum Thema Mikroplastik sprechen. Gäste sind willkommen.

Wer sich über die Aktivitäten der Schüler informieren möchte, erhält weitere Informationen per E-Mail an esgehtummeer@kgs-rastede.de.

Dass dies dringend erforderlich ist, ist inzwischen von vielen erkannt worden – spätestens, seit Bilder von vermüllten Stränden und in Plastikmüll gehüllten Tieren um die Welt gehen. Und im Fall der Plastiktüte ist eine Verhaltensänderung auch recht einfach zu erreichen. Stoffbeutel oder Einkaufskörbe stellen hier sinnvolle und umweltschonende Alternativen dar.

Zahlen belegen, dass in Deutschland bereits ein deutlicher Plastiktüten-Rückgang erreicht werden konnte. Dazu beigetragen hat, dass Plastiktüten nicht mehr kostenlos abgegeben werden und einige Supermärkte sie bereits vollständig aus dem Sortiment genommen haben.

68 Plastiktüten pro Kopf hatten die Deutschen noch im Jahr 2015 verbraucht, 2016 waren es nur noch 45, 2017 ging der Verbrauch zurück auf 29 Plastiktüten pro Kopf. Dennoch lag der Kunststofftütenverbrauch in Deutschland nach Angaben der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung im Jahr 2017 noch bei 2,4 Milliarden Tüten.

Ein Problem stellen freilich nicht allein Plastiktüten dar, sondern generell Plastik- und Verpackungsmüll. Das stellten die Schüler der KGS bei zwei Müllsammelaktionen in Schillig fest. Am vergangenen Samstag waren noch einmal zehn Schüler zu einer zweiten Sammelaktion am Strand und brachten erneut zehn überwiegend mit Plastikmüll gefüllte Säcke zurück. „Vor allem in den Dünen haben wir sehr viel Müll gefunden“, sagt Schüler Anmol Khinda, der an der Sammelaktion beteiligt war.

In einem Selbstexperiment haben die Seminarfachschüler in der vergangenen Woche dann zudem den zuhause anfallenden Plastikmüll gesammelt. „Der Müll kam in separate Säcke, auf denen notiert wurde, wie viele Personen in dem Haushalt leben“, erklärt Schülerin Tabea Girke. Auf diese Weise wollen die Schüler ein Bewusstsein dafür schaffen, wie viel Plastikmüll in einer Woche in einem Haushalt anfällt. „Wir wollen erreichen, dass die Leute ihren Plastikverbrauch reflektieren“, sagt Faja Eickhoff.

Präsentiert werden sowohl der in Schillig gesammelte Müll als auch der bei dem Experiment angefallene Plastikmüll in einer Ausstellung im Forum der KGS (siehe Infokasten). „Wir möchten die Ergebnisse unseres Projektes vorstellen“, sagt Tabea Girke. Dazu seien alle Rasteder eingeladen. Es gibt auch Kaffee und Kuchen.

Auf Plakaten informieren die Schüler dann nicht nur über ihr Projekt, sondern auch über Themen wie Klimawandel, Schifffahrt, Überfischung und Plastikmüll. „Wir möchten Lösungsansätze aufzeigen, wie man etwas zur Plastikvermeidung beitragen kann“, sagt Faja Eickhoff.

Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
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