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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

Für diese Schüler ist Gewalt keine Lösung

09.05.2019

Rastede Gewalt ist keine Lösung: Mit diesem Thema haben sich in den vergangenen Wochen Schüler der Kooperativen Gesamtschule (KGS) beschäftigt. Für den schulinternen Wettbewerb um den Bartholomäus-Schink-Preis erarbeiteten sie Plakate, Filme, Texte, führten Interviews und machten Umfragen.

„54 Schülerinnen und Schüler, zwei Klassen und zwei Wahlpflichtkurse haben sich beteiligt. Aus fast allen Jahrgängen. Von 5 bis 11. Das ist enorm“, freute sich Thorsten Meyer, Fachbereichsleiter Sozialwissenschaften an der KGS. 23 verschiedene Beiträge seien entstanden, am Mittwoch wurden sie in der Neuen Aula präsentiert und prämiert. Die Teilnehmer erhielten Buch- oder Geldpreise.

Mit dem ersten Preis wurde der Beitrag des Wahlpflichtkurses aus dem zehnten Jahrgang ausgezeichnet. Die Schüler hatten unter dem Oberthema „Humania“ eine Plakatserie und einen Museumsrundgang gestaltet. In den Vordergrund rückten die Schüler die Lösung von Gewaltproblemen, womit sie letztlich bei der Jury punkten konnten.

Gleich drei zweite Preise wurden in diesem Jahr verliehen. Die Schüler Amelie Hofmann, Eske Focken und Leana Meyer (Klasse 6A3) gestalteten ein Spiel unter dem Titel „Menschenrechtler befreien“, das viele Hintergrundinformationen liefert. Ein weiterer zweiter Preis ging an die Schüler Jantje Albrecht, Ronja Harms und Lea Meuschel (Klasse 8E3). Sie fertigten eine Pixi-Buchsammlung an, die viele unterschiedlichen Themen knapp und pointiert zusammenfasst. Ebenfalls mit einem zweiten Preis bedacht wurde ein Wahlpflichtkurs aus dem neunten Jahrgang. Die Schüler gestalteten eine Internetseite, auf der sie O-Töne verschiedener Menschen, die mit Gewalt – in der einen oder anderen Weise – konfrontiert wurden, präsentieren.

Für ihre Umfrage zum Thema Mobbing in der KGS Rastede erhielten Finja Meyer-Olden und Sophia Wölke (Klasse 7E3) ebenso einen dritten Preis wie die Schüler Elias Anisimov, Junes Kayser, Leon Schweers, Leon Hadeler und Tobias Mester (Klasse 8E3), die einen Film zum Thema Mobbing drehten. Auch Alina Siebert, Peter Böhme und Joelle Hangartner (Klasse 11B) wurden mit einem dritten Preis ausgezeichnet. Sie hatten zwei Interviews geführt, in denen Gewalt gegen Obdachlose und die Gewaltbereitschaft bei Obdachlosen thematisiert wurden.

Die SPD Rastede hat den Preis 1991 gestiftet und unterstützt ihn seitdem. Auch die Grünen gehören seit einigen Jahren zu den Förderern, sagte Fachbereichsleiter Meyer. Außerdem zählt der Förderverein der KGS zu den Unterstützern. Vertreter der verschiedenen Förderer überreichten auch in diesem Jahr die Preise an die Schüler. An der Feierstunde in der Aula nahmen auch Schulleiter Gerd Kip und Bürgermeister Dieter von Essen teil. Für Musik sorgten die Schülerinnen Antonia Kickler und Morena Stolle.

Benannt ist der Preis im Übrigen nach dem Widerstandskämpfer Bartholomäus Schink, der im 2. Weltkrieg Mitglied der Kölner Edelweißpiraten war. Die Person ist umstritten, in der Literatur herrschen unterschiedliche Auffassungen darüber, ob die Edelweißpiraten dem Widerstand gegen die Nationalsozialisten zuzuordnen sind oder ob sie Verbrecher waren. Nach der heutigen Geschichtsauffassung scheinen sie aber zu den Widerstandsgruppen zu gehören.

Die Themen Gewalt und Mobbing sind auch an der KGS präsent. Bei einer Schule mit annähernd 2000 Schülern lasse sich dies auch gar nicht vermeiden, sagte Meyer. Die Beratungslehrer, Streitschlichter und die Mediations-AG würden allerdings schon vieles abfangen. Dennoch dürfe man diese Themen nicht kleinreden.

Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
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