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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

Sogar Geld für Schulbesuch fehlt

30.05.2012

LEHE Wenn Beatrix Mosqueda-Steinhoff erklären soll, warum sie einen Verein zur Unterstützung von in Pflegefamilien lebenden Waisenkindern in Äthiopien gegründet hat, dann erzählt sie auch von Medhanit. Das heute sechsjährige Mädchen ist seit seinem vierten Lebensjahr Vollwaise, die Eltern starben an Aids. „Bei der Beerdigung der Mutter nahm eine Freundin der Verstorbenen die kleine Medhanit mit zu sich nach Hause. Sie hat selbst acht Kinder und ist arm. Ohne unseren Verein könnte Medhanit nicht mal zur Schule gehen“, sagt die 45-Jährige, die im Seenpark Lehe wohnt und als Flugbegleiterin 2005 zum ersten Mal nach Äthiopien kam. 2009 gründete die Leherin den Verein „Tukul – Hilfe für äthiopische Waisenkinder“, der mittlerweile 19 Mitglieder hat und derzeit 15 Kinder in äthiopischen Pflegefamilien in Awassa unterstützt.

Awassa liegt etwa 280 Kilometer südlich der Hauptstadt Addis Abeba. Dort ist auch Marie-Luise Röschli zu Hause, deren mittlerweile verstorbener Mann David in Awassa ein Ausbildungszentrum eröffnet hatte. Das Schweizer Ehepaar hatte zuvor in Addis Abeba „Selam“, ein Heim für Waisenkinder, ins Leben gerufen und später die Leitung in jüngere Hände gegeben, erzählt die Leherin, die in Addis Abeba mit den Röschlis in Kontakt kam und tief beeindruckt von der Arbeit des Schweizer Paares war. Röschlis waren es auch, die der praktizierenden Christin halfen, in Zusammenarbeit mit den Behörden besonders bedürftige Kinder zu finden. „Man benötigt von Deutschland aus einen im Land anerkannten Partnerverein, um überhaupt helfen zu können“, weiß Mosqueda-Steinhoff. Ihr Verein arbeitet deshalb mit „Give Hope Ethiopia“ im Land zusammen und hat zudem eine Sozialarbeiterin engagiert, die vom Verein bezahlt wird und die Pflegefamilien regelmäßig besucht. „Sie schaut nach dem Rechten und achtet auch darauf, dass die Kinder wirklich zur Schule gehen“, sagt Mosqueda-Steinhoff.

Mindestens einmal im Jahr fliegt die Leherin nach Äthiopien, um die Fortschritte zu beobachten. „Natürlich fliegen alle Mitglieder des Vereins, die sich in Äthiopien ein Bild machen wollen, auf eigene Rechnung nach Afrika“ sagt die Vorsitzende: „Unsere Arbeit ist ehrenamtlich“.

Besonders freut sich die Vorsitzende, dass die Klassen 1a und 1b der Grundschule Wahnbek Patenkind Dagim sowie die Klasse 5C3 der KGS Rastede Patenkind Tseganesh mit jeweils 30 Euro im Monat unterstützen. „Es wäre doch toll, wenn auch andere Schulklassen Patenschaften für unsere Kinder übernehmen würden“, zeigt die Vorsitzende da Möglichkeiten auf, wirksam zu helfen. Das tat jüngst auch die Schülerfirma „Beauty Akzent“ der BBS 3 in Oldenburg. Bei einem Aktionstag für den Verein kamen 1000 Euro zusammen, freut sich die Leherin. Und natürlich sind neue Mitglieder, die den Verein unterstützen möchten, willkommen. Gern gibt Beatrix Mosqueda-Steinhoff nähere Informationen unter Telefon  04458/949415.

 @ Mehr Infos unter http://www.tukul.org

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