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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

Aufenthalt: Studentin lernt viel von Kindern

15.04.2014

Augustfehn Ii Heißer Dampf steigt aus der Tasse. Südafrikanischer Tee mit einem Hauch Vanille gibt dem trüben Wetter in Augustfehn II an diesem Tag ein neues Gesicht. Und als dann auch noch Mareike Hinrichs mit einem Leuchten in den Augen zu erzählen beginnt, fühlt sich der Besucher sofort nach Südafrika versetzt.

„Ich finde das Land so faszinierend, so beeindruckend“, sagt die 20-Jährige. Genau deswegen hat sich Mareike Hinrichs, die Sozialwissenschaften und ökonomische Bildung an der Universität Oldenburg studiert, entschieden, von Juli bis Dezember vergangenen Jahres ein Auslandssemester dort zu verbringen.

Ein Rudel Löwen mitten auf der Straße. „Die waren nur so weit vom Auto entfernt“, sagt Mareike Hinrichs und zeigt einen etwa zwei Hand breiten Abstand. Gleich in ihrer ersten Woche in Südafrika ging sie mit ihrer Freundin aus Johannesburg auf Safari. Im Kruger-Nationalpark sah sie fast alle der „Big Five“, Elefanten, Büffel, Nashörner, Löwen; nur Leoparden konnte sie nicht entdecken. Und auch die Löwen so nah am eigenen Wagen: Das sei eine absolute Seltenheit, wie die 20-Jährige versichert.

Doch die Augustfehnerin war nicht zum Spaß nach Südafrika geflogen. „Ich war richtig zum Studieren dort.“ An der Partnerhochschule der Universität Oldenburg, der Nelson Mandela Metropolitan University (NMMU), in Port Elizabeth im Südosten des Landes lernte sie mit „viel Aufwand“. Darunter auch die Sprache der Region – Xhosa.

Ein Teil des Studiums nannte sich „Service Learning“ – soziales Engagement. Mareike Hinrichs entschied sich für Hausaufgabenhilfe bei der Organisation „Masifunde Bildungsförderung“. Der Verein vergibt Stipendien an Kinder aus finanziell benachteiligten Familien und ermöglicht ihnen so, die Schule zu besuchen.

„Für zwei Stunden die Woche wurden wir mit dem Mini-Bus in ein Township gefahren“, sagt die Augustfehnerin. Hauptsächlich zwei Mädchen, sieben und acht Jahre alt, half sie bei den Hausaufgaben „in allen möglich Fächern“. Mit ihren Schützlingen Lafika und Noluvuyo sprach sie meist Englisch, aber auch Xhosa.

„Wenn sie ihre Aufgaben fertig hatten, konnten sie mir beim Lernen der Sprache helfen.“ Nach den Hausaufgaben blieb Zeit zum Toben. Schnell hatten sich die Mädchen an Mareike Hinrichs gewöhnt. Die Kinder seien lebensfroh und sehr herzlich gewesen. „Als wir dann wieder wegfuhren, waren sie schon traurig.“

Generell seien die Südafrikaner sehr offen. „Ich konnte einfach auf der Straße mit den Menschen reden. Das fehlt hier ein bisschen.“ Und erst die Arbeit mit den Kindern habe ihr ermöglicht, das Land in all seinen Facetten richtig kennenzulernen.

In ihrer Abschlussarbeit beschäftigt sie sich nun mit der Wohnungssituation in Südafrika. Und eines steht für sie schon fest: Sie will noch einmal dieses faszinierende Land besuchen.

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