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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

„Teppich ‘raus, dann funktioniert es“

07.06.2008

WIEFELSTEDE „Das wird schon auch ein bisschen wie Sport“, meint Tjark Pinne. Er spielt auf den Orgelmarathon an, der an diesem Sonnabend, 7. Juni, in der Wiefelsteder St. Johannes-Kirche zugunsten der Restaurierung der Christian-Vater-Orgel stattfinden soll. Der 16-Jährige, Sohn von Pastor Fritz Pinne und Pastorin Gesa Schaer-Pinne, hatte die Idee zu dieser Veranstaltung, bei der fünf Organistinnen und eben Tjark Pinne selbst in der Zeit von 9.30 bis 12 Uhr und von 15 bis 17.30 Uhr immerhin 110 Stücke spielen wollen. Bereits mit 15 Jahren legte der Wiefelsteder die kirchenmusikalische C-Prüfung für nebenamtliche Kirchenmusiker mit der Note 1 ab. Damit dürfte er der jüngste Organist in der oldenburgischen Landeskirche sein, der diese Prüfung abgelegt hat.

Zum Orgelspielen kam er 2004, weil sich im Elternhaus das Parkett angehoben hatte. Tjark Pinne hatte zuvor mit dem Klavierunterricht bei Gerlinde Riedel begonnen. Riedel leitet bekanntermaßen auch heute noch Spatzen- und Kinderchor der evangelischen Kirchengemeinde Wiefelstede. Da das Parkett nun erneuert werden musste, konnte der Junge zu Hause nicht üben, denn der Flügel musste raus. So setzte er sich derweil an die Orgel, was zweifellos nicht dasselbe ist, aber: „Man kann allein in der Kirche viel lauter spielen als zu Hause im Wohnzimmer am Flügel“, lacht der 16-Jährige. Mittlerweile sitzt er übers Jahr eigentlich jeden Sonntag an irgendeiner Orgel und begleitet Gottesdienste – auch in der Vareler Schlosskirche, wo er schon mal Thomas Meyer-Bauer, einen der Orgelsachverständigen der Landeskirche, vertreten darf.

Das beeindruckendste Erlebnis war für den Schüler des Jade-Gymnasiums in Jaderberg – er ist dort auch Pianist des Orchesters – aber der Besuch der Frauenkirche in München im vergangenen Jahr. Zuvor hatte er dem dortigen Organisten eine E-Mail geschickt und gefragt, ob er dort mal spielen dürfte. Nach der Messe war dies möglich und er spielte – ohne Publikum – unter anderem Georg Böhms „Präludium und Fuge in C-Dur“. Die Akustik dort sei aber weitaus schlechter als in der Wiefelsteder St. Johannes-Kirche, meint Pinne: „Zwölf Sekunden Nachhall“ hat er dort ausgemacht. In Wiefelstede gebe es zwar gar keinen Hall, „aber wenn wir den Teppich aus der Kirche nehmen, wird‘s besser“, macht der Organist klar, dass da noch Handlungsbedarf besteht. Gemeinsam mit den Wiefelsteder Organistinnen Barbara Bechmann und Gabriele Tardeck sowie den Kolleginnen Olga Eropkin aus Garrel, Karen Scheffler aus Wilhelmshaven und Alina- Maria Dumbrava-Rötzer aus Oldenburg soll nun an diesem Sonnabend der

Orgelmarathon bewältigt werden. Jeder kann in dieser Zeit in die Kirche kommen und zuhören, der Eintritt ist frei. Es wird aber eine Orgelpfeife aufgestellt, in die die Besucher eine Spende für die Orgel-Restaurierung geben können.

Bei einer anderen Aktion für die Wiefelsteder Orgel, die Tjark Pinne ebenfalls organisiert hatte, kamen 2007 bei einem Auftritt der Vareler „Nice Guys“ 1500 Euro zusammen.

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