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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

Tierische Therapeuten auf vier Pfoten

29.03.2007

EDEWECHT Sieben Hunde waren gestern im Seniorenzentrum Adewacht. Die Tiere absolvierten eine Station der Ausbildung zum Therapiehund.

Von Christian Quapp EDEWECHT - Ungewohnte Geräusche klangen gestern durch die Räume des Seniorenwohn- und Pflegezentrums Adewacht. Man hörte Pfoten tapsen und ab und zu ein Bellen oder Jaulen.

Hunde waren im Haus, Hunde, die in Edewecht einen Teil ihrer Ausbildung absolvierten. Insgesamt sieben Tiere werden zurzeit in der Hundeschule von Annette Stuke in Friesoythe zu Therapiehunden – und gemeinsam mit ihren Besitzerinnen zu Therapieteams – ausgebildet.

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Die Bewohner des Seniorenzentrums sind an Hunde durchaus gewöhnt, schließlich gehört Jule, die Labradorhündin von Geschäftsführer Thorsten Meilahn und seiner Frau Petra, schon fast zum „Personal“. Gleich sieben Hunde im Haus zu haben, war aber auch für die Bewohner des Zentrums eine neue Erfahrung. Sie freuten sich über die Tiere, die von einem zum anderen liefen, sich streicheln ließen oder nach einem „Leckerli“ suchten, das in einem Spielzeug versteckt war.

Was gestern für die Hunde neu und ungewohnt war, wird künftig alltäglich sein. Die Tiere sollen in Therapiesitzungen mit alten Menschen oder mit Behinderten eingesetzt werden. „Hunde sind sehr soziale Lebewesen, die von sich aus auf den Menschen zugehen können“, so Trainerin Ingrid Buchner.

Die 58-jährige Münchnerin schulen gemeinsam mit Annette Stuke und Martina Niehaus aus Friesoythe sowie Michaela Neumann vom Verein „Mensch und Tier“ aus Viesecke (Brandenburg) Tiere und Besitzer.

„Der Hund kann dem Therapeuten zum Beispiel den Kontakt zu seinem Patienten erleichtern“, erklärt Ingrid Buchner und fährt fort: „Das Tier kann aber auch selbst eine therapeutische Wirkung haben. Es baut Stress ab, kann in Schulklassen die Disziplin erhöhen oder Menschen dazu bringen, sich zu bewegen. Wenn ein Hund daran gewöhnt ist, mit einem Patienten täglich spazieren zu gehen, kommt er zur richtigen Zeit von selbst auf diesen Menschen zu und stupst ihn an. Damit signalisiert er, dass er los will. Das wirkt bei den Menschen sehr motivierend.“

Natürlich kommt nicht jeder Hund in Frage. „Er muss ein ruhiges Wesen haben und darf nicht aggressiv werden“, erklärt die Trainerin. Deshalb gebe es einen Einstiegstest, den jeder Hund bestehen müsse. Die Rasse sei dagegen völlig unerheblich.

„Ich selbst führe einen kleinen Borderterrier, aber mit einer Dogge kann man genau so gut arbeiten, auch wenn die einem Rollstuhlfahrer Auge in Auge gegenübersteht.“ Bevor die Tiere für die Therapie eingesetzt werden können, müssten sie lernen. „Man muss die Tiere an ungewöhnliches Verhalten gewöhnen, an Menschen die zittern, vielleicht schreien oder die beim Streicheln auch mal fester zupacken“, erzählt Buchner.

Auch die Hundebesitzer, die meist im therapeutischen Bereich oder in der Pflege arbeiten, büffeln während des zehntägigen Lehrgangs. Sie müssen Stresssymptome bei ihren Tieren erkennen und lernen, wie sie den Hund in der Therapie einsetzen. „Man darf den Hund nicht überanstrengen“, erklärt Buchner. „Wenn das Tier gestresst ist, kann es zum Beispiel plötzlich viele Hautschuppen abwerfen. Das muss man erkennen und dann aufhören. Der Hund muss Partner und kein Werkzeug sein.“

Der Partner der 32-jährigen Ergotherapeutin Gaby Schumacher ist ihr Jagdhundmischling „Champ“. „Ich habe ihn schon öfter bei der Arbeit mit erwachsenen Patienten eingesetzt, und schnell gemerkt, dass er sehr hilfreich ist, wenn es darum geht, den Kontakt herzustellen. Diese Fähigkeiten möchte ich hier ausbauen“, erzählt sie.

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