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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

Blick in eine fremde Welt

05.08.2017

Vreschen-Bokel Heimweh. Davor hatte sie am meisten Angst. „Doch ich bin davon verschont geblieben.“ Vor einem Jahr zog Marie Kröselberg aus, um das „Dach der Welt“ – sprich Nepal – zu entdecken. Nun ist sie wieder in Vreschen-Bokel. Mit vielen Eindrücken und mancher Erkenntnis kehrte sie heim.

Die 19-Jährige lebte und arbeitete in Pokhara, der zweitgrößten Stadt des Himalaya-Staates. In einem christlichen Hostel leistete sie ihren Freiwilligendienst und half bei der Betreuung von Kindern. „Die Armut in Nepal ist erschreckend“, sagt Marie. „Es gibt so viele Straßenkinder.“ Von den hygienischen Bedingungen schweigt sie lieber. „Im Hostel war aber alles sauber und ordentlich. Dafür hat die Heimmutter gesorgt. Ich selbst habe in der Anlage ein Einzelzimmer bewohnt.“ Mit fast schon westlichem Standard. „Es gab Strom, fließendes Wasser und Internet. Das habe ich als Luxus empfunden.“

Wissenswertes

Nepal grenzt im Norden an die Volksrepublik China und im Osten, Süden und Westen an Indien. Nach der Volkszählung von 2011 sind rund 81 Prozent der Bevölkerung Angehörige des Hinduismus. Neun Prozent sind Buddhisten.

Pokhara liegt etwa 200 Kilometer westlich von Kathmandu, der Hauptstadt Nepals, in einer Höhe von rund 830 Metern. Die Stadt hat mehr als 200 000 Einwohner und ist die zweitgrößte des Landes. Ihr Name leitet sich von „Pokhari“ ab, was so viel wie Teich oder See bedeutet.

Nepal war nicht Maries erste Wahl für ihren Auslandsaufenthalt mit dem christlich-evangelikalen „Forum Wiedenest“. Lieber wäre sie nach Südamerika gegangen. „Aber ich spreche kein Spanisch, und damit hatte ich keine Chance“, erzählt die junge Frau, die am Gymnasium Westerstede ihr Abitur gemacht hat. Die Alternative: Afrika. „Doch da waren schon alle Plätze besetzt.“

Marie durfte zwischen Indien und Nepal wählen. „Theoretisch war ich gut auf Nepal vorbereitet“, berichtet sie. „Doch das tatsächliche Leben dort kann man sich nicht vorstellen.“ Ihr Bruder Samuel pflichtet ihr bei. Er und seine Mutter hatten Marie in den Osterferien besucht. „Die Eindrücke sind krass. Als Ausländer hat man dort eine ganz besondere Stellung. Man wird oft angesprochen“, sagt der 14-Jährige. „Sehr gewöhnungsbedürftig fand ich, dass schon zum Frühstück Reis gegessen wird.“

„Es war gut, dass Mama und Samuel bei mir waren“, betont Marie Kröselberg. „Jetzt muss ich nicht mehr erklären, was man dort erlebt.“ Und sie will mehr von Nepal erleben. „Ich hoffe, dass ich bald zurück kann. Ich spare für ein Flugticket.“

Bevor es aber auf die nächste Reise um die halbe Welt geht, steht ein Umzug nach Marburg an. Dort besucht die 19-Jährige, die gerne malt, ab September das MBS-Bibelseminar. „Es ist eine private Schule. Die Ausbildung ist mit einem dualen Studium vergleichbar. Soziale Arbeit ist mein Schwerpunkt.“ Nach erfolgreichen Abschlussprüfungen darf sich Marie staatlich anerkannte Erzieherin und kirchlich anerkannte Jugendreferentin nennen. „Nach jetzigem Stand möchte ich später in der Heimerziehung tätig sein“, verrät die junge Frau.

Eine große Rolle in Maries Leben spielt die Familie. „Ich bin gerne mit meinen Eltern und meinen Geschwistern zusammen.“ Einige wenige Wochen können die Kröselbergs diesen Zustand noch genießen. Dann werden Marie und ihr älterer Bruder das Ammerland für ihre Ausbildung verlassen. „Das Leben in einer großen Familie wie unserer ist gut“, sagt Marie. „Ich bin dankbar für meine drei Brüder.“

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