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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

Hier sind die Schüler am Zug

03.01.2018

Wahnbek /Etzhorn „Es soll Kinder geben, die möchten deswegen in die Grundschule in Wahnbek eingeschult werden, weil sie ab der dritten Klasse in der Modelleisenbahn-AG mitmachen können“, erzählt Peter Strop, Chef der rund 60 Quadratmeter großen Modelleisenbahn, die am Wochenende in der Aula der Grundschule Wahnbek aufgebaut war und wieder unzählige Schaulustige lockte.

Mit 13 ein „alter Hase“

Jüngstes Mitglied der AG ist Lenja (8). „Ich finde das ganz toll, hier mitzumachen“, sagt sie voller Enthusiasmus. Ihr Bruder Lennard (10) hatte zu Hause so begeistert davon erzählt, dass sie unbedingt mitmachen wollte. Max (13) ist mit seiner fünfjährigen Zugehörigkeit in der Gruppe schon ein „alter Hase“ und von den 28 Kindern am längsten dabei. Es gibt mittlerweile nämlich auch eine Ehemaligengruppe, die an der Modellbahn arbeitet.

AG-Leiter Peter Strop freut sich immer wieder, wenn er Sach- oder Geldspenden bekommt. „Heute brachte zum Beispiel ein Besucher einen großen Karton Häuser vorbei. Ein anderer einen Karton mit Autos“, berichtet Strop stolz. Und im vergangenen Jahr hatte Herbert Wulf aus Oldenburg eine Schmalspuranlage gestiftet, die in die Anlage als Schauobjekt integriert wurde.

Neu ist zwar nicht ein Bildschirm an der Wand, aber neu ist ein Kamerawagen, der Fahrten auf den verschiedenen Schienenwegen in Echtzeit überträgt. Peter Görke, der Vater eines der Kinder aus der AG, hatte diesen Kamerawagen der Gruppe geschenkt. Einmal wöchentlich arbeiten die Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klasse an den 31 Modulen der Anlage. Überall sind Schilder angebracht, die davon berichten, in welchem Jahr welches Modul gebaut wurde. Seit elf Jahren gibt es die Modellbahn-AG inzwischen in Wahnbek. Mit fünf Kindern hatte damals alles angefangen.

Neben einem neuen Zoo auf dem Modelleisenbahn-Gelände war das neue Bahnbetriebswerk die Attraktion beim öffentlichen Schaufahren am Wochenende. Seine Anlagen werden im Gegensatz zu den gesamten anderen Modulen auf dem Gelände digital gesteuert.

Wo Loks Sand „tanken“

Seit zwei Monaten können hier die Loks mit Diesel, Kohle oder Wasser versorgt werden. Auch ein Sandturm ist vorhanden. Hier können die Loks Sand „tanken“, damit sie bei Glatteis nicht ins Rutschen kommen. Eine Drehscheibe sorgt dafür, dass die Loks „in Richtung“ gedreht werden.

20 Züge werden von den Kindern bei dem Schaufahren bewegt. Wenn auch der große Bahnhof der Mittelpunkt des Geschehens ist, so schauen die Besucher immer wieder beglückt auf die vielen kleinen Themen am Wegesrand – ob auf den Sportplatz mit Flutlicht oder den schönen Campingplatz mit See etwa. 16 Themen werden auf der Anlage dargestellt. Es gibt kaum eine Form von städtischer oder ländlicher Infrastruktur, die nicht vertreten ist.

Nick (11) ist mit seiner Mutter Anja Bohlje und seinem Freund Magnus (11) aus Westerloy angereist, um sich Anregungen zu holen. Von seinen Eltern hat er eine Grundausstattung zu Weihnachten geschenkt bekommen und möchte diese jetzt ausbauen. „Von der Anlage meines Vaters kann ich auch einiges übernehmen, aber die Schienen passen nicht mehr“, erzählt er.

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