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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

Warten hat ein Ende: Oberschule wird IGS

24.11.2016

Augustfehn Die Schullandschaft im Ammerland wird um eine neue Schulform reicher: In der Gemeinde Apen wird zum 1. August nächsten Jahres die erste Integrative Gesamtschule (IGS) im Landkreis eingerichtet. Die Landesschulbehörde in Osnabrück hatte der Gemeinde Apen nun den Bescheid zugestellt. Danach wird die Oberschule (OBS) Augustfehn zum 1. August 2017 zur IGS mit Sekundarstufe 1 (bis 10. Schuljahr). Im Sommer nächsten Jahres sollen die ersten IGS-Fünftklässler eingeschult werden, jedes Jahr folgen neue IGS-Schüler, die Oberschule wird langsam auslaufen.

Michael Ringelberg, Leiter der Oberschule Augustfehn, dankte bei einem kurzfristig anberaumten Termin in der Schule Rat und Verwaltung der Gemeinde Apen. „Die Aper Politik ist glaubwürdig, weil sie den Willen der Eltern und der Schule für eine IGS umgesetzt und sich auf vielfältige Weise für diese Schulform eingesetzt hat.“

„Wir haben – weil Schule, Lehrkräfte, Eltern, Politik und Verwaltung an einem Strang zogen – vieles erreicht. Als nächstes wird eine Planungsgruppe aus Vertretern der Landesschulbehörde, der Schule und Gemeinde Apen die Einrichtung der IGS vorbereiten. Dann gilt es, die neue Schulform mit Leben zu füllen“, sagte Bürgermeister Matthias Huber.

Dass sich die OBS Augustfehn in eine IGS verwandeln kann, ist einer gesetzlichen Ausnahmeregelung zu verdanken. Danach muss die Gemeinde Apen über zehn Jahre „lediglich“ eine Dreizügigkeit (d.h. drei Parallelklassen pro Jahrgang) nachweisen und keine Vierzügigkeit bzw. sogar eine Fünfzügigkeit wie früher. Drei Parallelklassen pro Jahrgang werde man schaffen, hieß es, zumal auch Schüler außerhalb der Gemeinde Apen aufgenommen werden können. Die Außenstelle des Gymnasiums Westerstede in Apen bleibe, so wurde betont, bestehen.

Einig waren sich alle Beteiligten, dass durch die Umwandlung der OBS in eine IGS der Schulstandort Augustfehn gestärkt werde und für Familien, Schule und Lehrerschaft attraktiv bleibe. Das betonten auch Vertreter der Gemeinderatsfraktionen wie Björn Meyer und Volker Martz (SPD) sowie Renate Brand (Grüne). Nun käme es darauf an, dass Eltern nach ihrem deutlichen Ja zur IGS ihre Kinder für die neue Schulform anmeldeten.