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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

„Wer meckern will, sollte auch verstehen“

23.01.2015

Rastede Da war der Jubel in der Aula der KGS Rastede groß: Tomke Bargmann, Luisa Ludwig und Franka Steinleitner aus der Klasse 9B2 der KGS und die Klassen 4a und 4b der Grundschule Feldbreite belegten jeweils den ersten Platz beim Ökonomiewettbewerb der allgemeinbildenden Schulen „Rasteder Oeconomicus“. Mit ihren Projekten (siehe Infokasten) beeindruckten sie die Jury, beide Preisträger erhalten ein Preisgeld von je 500 Euro. Insgesamt 17 Arbeiten waren eingereicht worden, zehn wurden mit Preisgeldern bedacht.

Der Wettbewerb war 2006 vom damaligen Rasteder Bürgermeister Dieter Decker initiiert und 2007 vom damaligen geschäftsführenden Gesellschafter der Brötje Handel KG, Günter Brüntje, unterstützt worden.

Bürgermeister Dieter von Essen betonte am Donnerstag die Notwendigkeit ökonomischer Bildung an den Schulen mit dem Ergebnis aktueller, bundesweiter Untersuchungen zum Wirtschafts- und Finanzverständnis Jugendlicher, die „gravierende Defizite“ belegten. Nur vier von zehn Jugendlichen wüssten, was „Inflationsrate“ bedeute.

Das Prinzip von Angebot und Nachfrage sei nur jedem zweiten Jugendlichen bekannt – und auch was sich hinter dem Begriff „soziale Marktwirtschaft“ verbirgt, könnten nur noch die wenigsten jungen Erwachsenen beantworten. Dabei – so von Essen – sei der Mangel an ökonomischem Wissen keinesfalls auf ein Desinteresse der jungen Menschen zurückzuführen; Erhebungen der Bertelsmannstiftung zeigten, dass das Interesse an der Wirtschaft stark ausgeprägt sei und jeder zweite Jugendliche sich selbst als „Unternehmertyp“ einschätze. Dieses Potenzial gelte es zu nutzen und auch zu unterstützen.

Den Lehrkräften der am Wettbewerb beteiligten Schulen bescheinigte von Essen, durch ihr Engagement für ökonomische Bildung an ihren Schulen Strukturen geschaffen zu haben, mit denen jungen Menschen wirtschaftliche Kompetenzen „und damit wertvolles Rüstzeug für den weiteren Lebensweg mitgegeben werden“.

Der Bürgermeister dankte auch der Jury: Mirja Viertelhaus-Koschig, Theodore Lohde, Günter Brüntje, Sen Bruns, Dieter Decker, Susanne Windels, Gerd Kip und Bernhard Schrape sowie dem KGS-Fachbereichsleiter Arbeit, Wirtschaft und Technik, Heiko Henken, sowie Lehrerin Anne Eickelkamp, die das Projekt von Beginn an begleitet hatten.

Henken verkündete die Sieger des Wettbewerbs – nicht ohne zu betonen, dass alle Arbeiten gezeigt hätten, auf welch vielfältige und interessante Art und Weise man sich dem Thema „Wirtschaftsstandort Rastede“ nähern könne. „Eure Beiträge zeigen, dass man sich auch schon von klein auf mit dem Thema Wirtschaft auseinander setzen kann.“ Vieles sei in der Wirtschaft auch kritisch zu sehen, aber: „Wer meckern will, sollte erst einmal verstehen, worum es geht.“

„Rasteder Oeconomicus“: Die zehn Preisträger und ihre Projekte

Gleich dreimal wurde bei der dritten Auflage des „Rasteder Oeconomicus“ der fünfte Preis (jeweils 100 Euro) vergeben.

Eine große Sammlung von Informationen und Gedanken von Jugendlichen und Familien haben Katharina Dörr (9B2) und Yvonne Ritter (9C2) von der KGS mit ihrem Fragebogen zum Einzelhandel in Rastede zusammengetragen (5. Preis).

Mit dem Thema „IT-Geschäfte in Rastede“ setzten sich an der KGS Keno Fuhrken, Lennard Zirks und Lukas Kruse aus dem Wahlpflichtkursus (WPK) Wirtschaft im neunten Jahrgang auseinander – und kamen zu dem Schluss, dass man nicht unbedingt im Internet einkaufen muss (5. Preis).

Vergangenheit und Zukunft des Bäckereiunternehmens „Müller & Egerer“ haben Svenja Lenz, Fenja Wiechmann, Alina von Häfen und Anna Cordes-Frers aus der 9F3 der KGS beleuchtet (5. Preis).

Mit einem Film über verschiedene Unternehmen beeindruckte Jonas Jürgens aus der 9C2 der KGS die Jury (4. Preis, 150 Euro).

Ab Platz drei kamen die Grundschulen ins Spiel.

Für einen Blick in die Zukunft, die neben einer McDonalds-Filiale auch Mediamarkt, jede Menge Spielzeugläden, ein Spaßbad, ein Fußballstadion und sogar eine Seilbahn nach Rastede bringt, wurde die Grundschule Kleibrok mit einem 3. Preis (250 Euro) ausgezeichnet.

Nicht ganz alltäglich ist der Aspekt des Rasteder Wirtschaftslebens, den die Schülerfirma „Brainstorm“ an der KGS beleuchtet hat: Sie holten sich mit ihrer Präsentation über die Arbeit der Schülerfirmen ebenfalls den 3. Preis – und 250 Euro.

In welchen Berufen verdienen die Menschen in Wahnbek ihr Geld? Was macht ein Verwaltungsbeamter, was ein Klempner? Wie wird man so etwas? Fragen, denen die Klasse 4a der Grundschule Wahnbek nachging und dafür den 2. Preis erhielt (250 Euro).

Die Zukunftsfähigkeit verschiedener Unternehmen untersuchten Nevin Hengst und Louisa von Grönheim aus der 9B2 der KGS ebenso wie die Frage, ob Rastede künftig überhaupt noch existieren oder ein Vorort von Oldenburg sein wird. Die Untersuchung dieser Fragen „ganz ohne moderne Medien“ brachte ebenfalls den 2. Preis und 250 Euro.

Landwirtschaft früher und heute: Was hat sich verändert? Diesen Fragen gingen Tomke Bargmann, Luisa Ludwig und Franka Steinleitner aus der 9B2 der KGS nach und bauten auch das Modell eines landwirtschaftlichen Betriebes – was der Jury einen der beiden ersten Preise und 500 Euro wert war.

Hinter die Kulissen des Bäckereiunternehmens Müller & Egerer schauten die Klassen 4a und 4b der Grundschule Feldbreite. Sie entwickelten ihr eigenes Produkt, verkauften es erfolgreich und spendeten den Erlös für den guten Zweck. Außerdem erstellten sie eine Präsentation. Sie wurden ebenfalls mit dem 1. Preis und 500 Euro ausgezeichnet.

Weitere sieben Arbeiten wurden zwar nicht prämiert, die Schülerinnen und Schüler erhalten jedoch Freikarten fürs Rasteder Hallenbad.

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