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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

Platzvergabe kein Kinderspiel

14.06.2018

Westerstede Von jetzt auf gleich Kita-Plätze schaffen – in Westerstede hat’s geklappt, wenn auch nicht umfassend. Ohne Warteliste kommt auch die Stadt nicht aus, aber es ist gelungen, „zumindest all jenen Eltern, die fristgerecht einen Kita- oder auch Krippen-Platz beantragt haben, weiterzuhelfen“, gab jetzt Karen Pottek bekannt. Die Leiterin des Amts für Bildung und Leben stand gemeinsam mit Verwaltungsmitarbeiterin Sandra Sühling vor der Aufgabe, das Betreuungsproblem in Westerstede zu lösen. Wie berichtet, fehlten Anfang Mai noch 67 Kindergarten- und 35 Krippenplätze.

Mischkalkulation

Fristen beachten

Nicht nur die neuen gesetzlichen Regelungen haben im diesem Jahr die Platzvergabe erschwert. Viele Wechselwünsche der Eltern nach Ablauf der Anmeldefrist machten eine Planung fast unmöglich, wie die Stadt Westerstede mitteilte. Das Amt für Bildung und Leben weist deshalb noch einmal auf die Beantragungsfrist auch für eine unterjährige Platzvergabe hin. Diese endet jedes Jahr am 31. Januar. „Diese Frist ist notwendig, um noch gegebenenfalls bauliche Veränderungen, Einrichtungsbestellungen und Personaleinstellungen vornehmen zu können“, heißt es aus dem Amt für Bildung und Leben.

Eltern, die aufgrund eines Wegzuges keinen Platz zum 1. August mehr benötigen, werden gebeten, dies im Amt für Bildung und Leben zu melden, damit der Platz anderweitig vergeben werden kann.

Mit der kostenfreien Kita in Niedersachsen ändert sich einiges für Eltern in Westerstede. Bislang wurden für den Besuch Gebühren erhoben, die sich nach Betreuungsdauer und Einkommen richtete. Beispiel: Bei einem Einkommen bis 22 000 Euro kostete ein Kita-Platz für eine Acht-Stunden-Betreuung am Tag Tag 135 Euro im Monat. Bei einem Einkommen zwischen 40 401 und 45 000 Euro zahlten die Eltern 304 Euro pro Kind und Monat.

Mehr Infos unter

Mehr Infos unterwww.westerstede.de

Grund: Die übliche Mischkalkulation aus Geburtenstatistik und Erfahrung der Verwaltung, wie viele Kinder in ganz Westerstede mit welchem Betreuungsbedarf zum nächsten Kindergartenjahr wohl angemeldet werden, wurde kurz nach der Planung quasi vom Land Niedersachsen durchkreuzt. Das gab nämlich bekannt, gebührenfreie Kitas einführen zu wollen. Nicht mehr nur das dritte Kindergarten-Jahr, sondern alle Kindergartenjahre sollen danach künftig kostenfrei sein.

Schulgesetzt-Änderung

Kaum wurden die Pläne der Niedersächsischen Landesregierung bekannt, stieg landesweit die Nachfrage nach Betreuungsplätzen – auch in Westerstede. Dann wurde auch das Schulgesetzt geändert: Danach dürfen Eltern von Kindern, die zwischen Anfang Juli und Ende September sechs Jahre alt werden, erstmals selbst bestimmen, ob sie ihr Kind von der Einschulung zurückstellen möchten. In der Folge wurden gleich zehn Kinder zurückgestellt und somit werden ihre Kita-Plätze zum August 2018 nicht frei.

Und auch die Zahl von 67 fehlenden Kita-Plätzen war in den vergangenen Wochen nicht in Stein gemeißelt. Fast täglich änderte sich der Bedarf, so etwa durch Wegzüge der Familien oder auch Entscheidungen der Eltern, ihre Kinder doch erst einmal nicht in die Kita zu geben. Darüber hinaus gab es viele Wechselwünsche der Eltern nach Ablauf der Anmeldefrist. Schlussendlich erfolgte aber die Verteilung – rund 200 Kindergarten- und 90 Krippeneltern konnte eine Platzzusage für das neue Kindergartenjahr gegeben werden. Bis Mitte Juni müssen sie entscheiden, ob sie das Angebot annehmen oder nicht. „Wir freuen uns, dass wir allen berufstätigen Eltern, die ihren Antrag fristgerecht zum 31. Januar eingereicht haben, einen Kitaplatz anbieten können. Auch wenn dabei nicht immer der Erstwunsch berücksichtigt werden konnte, musste bisher keine Absage versendet werden“, so Karen Pottek.

Neue Regelgruppe

Möglich wurde dies, weil in der Kindertagesstätte Jahnallee eine neue Regelkindergartengruppe eingerichtet werden konnte. Darüber hinaus wurde zusätzlich im Kindergarten Westerloy eine Kleingruppe mit zehn Plätzen geschaffen. Alle übrigen Kita-Wünsche, die erst nach der Antragsfrist Ende Januar genannt wurden oder sich erst auf das kommende Jahr beziehen, werden auf einer Warteliste geführt. Hier heißt es geduldig warten, bis alle Rückmeldungen aus dem Hauptvergabeverfahren eingegangen sind.

Noch Kapazitäten

„Wir sind zuversichtlich, dass wir auch diesen Eltern weiterhelfen können, wenngleich wir keine Garantie für einen Platz in der Wunscheinrichtung mehr geben können.“ Kapazitäten stehen laut Amtsleiterin Karen Pottek jedoch noch in einer geplanten Regelgruppe im Kindergarten Hollwege zur Verfügung, die ohne Weiteres dort nach Bedarf eingerichtet werden kann.

Anuschka Kramer
Redakteurin
Redaktion Westerstede
Tel:
04488 9988 2602

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