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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

Förderschulen suchen beste Leser

21.02.2019

Westerstede Worauf kommt es beim Vorlesen an? Klar, es sollte möglichst flüssig sein und deutlich gesprochen werden. Dass es aber auch andere Kriterien wie die sinngemäße Betonung gibt, oder aber die richtige Vermittlung der Textstimmung, hatte für 26 Schüler aus den drei Förderschulen des Ammerlandes mit dem Schwerpunkt Lernen eine besondere Bedeutung.

Am Mittwochmorgen fanden sie sich, entsprechend ihrer Klassenstufen, im Wettkampf auf Kreisebene wieder. Gastgeber des Wettstreits war die Schule an der Goethestraße in Westerstede. Angereist waren die Schülervertreter der Astrid-Lindgren-Schule in Edewecht sowie die der Schule am Voßbarg in Rastede.

Schlechte Erfahrungen mit dem Thema Lesen

Obwohl Vorlesewettbewerbe seit Jahrzehnten an Schulen veranstaltet werden, hatte dieser Wettstreit eine ganz besondere Bedeutung für die Teilnehmer. „Viele unserer Schüler haben schlechte Erfahrungen mit dem Thema Lesen gemacht, vor allem wenn es um das Vorlesen vor einer Gruppe geht“, berichtet Petra Bölken aus der Schulleitung der Schule an der Goethestraße.

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Das hänge oft damit zusammen, dass die Kinder in der Grundschule schlechte Erfahrungen gemacht hätten. „Die waren ihren Mitschülern fast immer unterlegen. Das kratzt am Selbstwertgefühl und Lust auf das Lesen bekommt man so sicherlich nicht“, so Bölken weiter. Das Ergebnis sei, dass solche Schüler sich vor dem Lesen drückten, es im schlimmsten Fall nie richtig lernten und in eine Negativspirale rutschten, weil sie ohne Lesefähigkeit auch in anderen Fächern nicht mehr mitkämen.

Aus diesem Grund würden die drei Förderschulen ihren Kreisentscheid bereits seit mehr als 20 Jahren austragen. „Im Vorfeld werden in den Einzelschulen die Klassensieger ermittelt, die dann wieder gegeneinander antreten.“

Wettkampf als Vorbereitung auf das Leben

Der Wettkampf sei auch als Vorbereitung auf das künftige Leben der Schüler zu verstehen, berichtet Lehrerin Silvia Flessner, die die Veranstaltung organisiert hat. „Da sind natürlich Ängste vor dem Versagen und der Bammel vor dem Vortrag vor Fremden mit im Spiel – vor allem, wenn die Schüler schlechte Erfahrungen in der Vergangenheit gemacht haben.“ Es gehöre schon eine große Portion Mut dazu, am Wettbewerb teilzunehmen. „Aber genau den Mut braucht man später auch in Vorstellungsgesprächen oder auf der Arbeit.“

Spaß am Vorlesen hatte Duncan, der die 9. Klasse an der Schule am Voßbarg besucht. „Ich finde Lesen gut“, sagt er. „Im Wettbewerb muss man über seinen Schatten springen. Dabei macht man Fehler, aber das ist okay.“ Denn dann wisse man, was man beim nächsten Mal besser machen müsse, sagt der 15-Jährige.

Dass das Lesen wichtig ist, sieht auch Nicole, die Krimis mag. „Man muss später auf der Arbeit immer wieder Texte lesen und die verstehen, sonst kann man nicht arbeiten“, sagt die Zehntklässlerin.

Wolfgang Alexander Meyer Redakteur / Redaktion Oldenburg/Westerstede
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