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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

Ein Licht gegen die Dunkelheit

08.11.2017

Westerstede Die Erinnerung wach halten und für die Zukunft Gewalt und Hass vorbeugen, so lauten zwei der großen Ziele, die sich Jugendliche aus Westerstede nun zum wiederholten Mal gesetzt haben. Mit einem selbst organisierten Gedenkgang zur Reichspogromnacht vom 9. November 1938 möchten die Organisatoren vor der Ideologie der dunkelsten Zeit unserer Geschichte warnen.

Eigentlich sei diese Art von Engagement für eine soziale und friedliche Gesellschaft eine Selbstverständlichkeit, sagt Mitorganisator Hanno Hinrichs. Als einer von rund zehn Jugendlichen vom Jugendbeirat der Stadt Westerstede, von den Pfadfindern und der Schülervertretung des Gymnasiums zeigt er sich für die Planung und Durchführung der Aktion verantwortlich. „Wir haben den Gedenkgang, der nun schon seit Jahren regelmäßig stattfindet, in diesem Jahr übernommen“, so der 17-jährige Gymnasiast. „Dafür mussten wir die bisherigen Konzepte anpassen, die Reden schreiben, die Aktion anmelden und die Werbung und Information rund um die Veranstaltung managen. Also keine Kleinigkeit“, bemerkt er. Und trotzdem habe er seine Zeit gerne investiert. Es sei einfach sinnvoll und wichtig, dass auch junge Menschen aktiv Zeichen setzten, so Hinrichs. „Ich habe mich schon immer für das Thema interessiert.“

Daher sei er im vergangenen Jahr zum ersten Mal als Ordner bei der Veranstaltung dabei gewesen, um in diesem Jahr noch aktiver mitzuwirken. „Viele haben die Schule beendet und sind daher nicht mehr dabei. Da ist es wichtig, dass andere übernehmen, damit die Aktion fortdauert“, findet der Organisator.

Der Gedenklauf der „Initiative gegen das Vergessen“ findet an diesem Donnerstag, 9. November, statt. Um 19 Uhr treffen sich die Teilnehmer vor dem Rathaus. Wer möchte, kann ein kleines Licht mitbringen. Vom Rathaus geht es zu den zentralen Gedenkorten, dem jüdischen Friedhof, dem Gymnasium, dem Abraxas und zur Stadtbibliothek. An jedem dieser Orte wird es ein kurzes Innehalten und eine Rede zur Erinnerung und dem Hintergrund des damaligen Geschehens geben.

Die Veranstalter hoffen auf rege Teilnahme: „Dann können wir gemeinsam ein Licht gegen die Dunkelheit entzünden.“

Am 9. November 1938, der Reichsprogrom- oder auch Reichskristallnacht, steigerte sich die bisherige judendiskriminierende Politik des Dritten Reichs in offene Feindseligkeit und Verfolgung.

Mit den Geschehnissen, vom nationalsozialistischen Regime organisierte und gelenkte Gewaltmaßahmen, begann die systematische Verfolgung, die drei Jahre später zum Holocaust führte.

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