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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

Gymnasium Westerstede: Norbert Brumloop sagt „Tschüss“

30.01.2020

Westerstede Mehr als 40 Jahre im Schuldienst, knapp 20 Jahre davon als Schulleiter des Gymnasiums Westerstede – wie kann ein engagierter Pädagoge nach solch einer Laufbahn verabschiedet werden? Wie kann sein Einsatz, sein Führungsstil, seine Freundlichkeit, seine Fairness, seine Kritikfähigkeit, seine Kompromissbereitschaft, seine Leidenschaft für Beruf und Schule, seine Kompetenz, seine Kollegialität in wenigen Sätzen zusammengefasst werden? Im Grunde gar nicht. Darin waren sich alle Redner am Mittwochvormittag einig, als es galt, Oberstudiendirektor Norbert Brumloop in den Ruhestand zu verabschieden.

Unterhaltsam

Es war eine unterhaltsame Feier in der großen Aula des Gymnasiums. Eine, die gespickt war mit Musikbeiträgen von Orchester und Kammerchor, Kollegiumschor und dreiköpfiger Lehrer-Band. Eine Feier mit Grußworten, die voll des Lobes waren für einen Mann, der zum Abschluss sichtlich gerührt war. Eine Feier, die selbst jenen, die Norbert Brumloop noch gar nicht lange kannten, aufzeigte, dass hier ein Lehrer in den Ruhestand geht, der zu den besonderen Menschen gehört.

„Wir können es nicht schaffen, auch nicht ansatzweise ausdrücken, was diesen Menschen ausmacht“, betonte Oberstudiendirektor Wolfgang Grätz im Namen der Ostfriesischen Direktorenvereinigung gleich zu Beginn seiner Rede mit Blick auf seinen Kollegen. Dieser habe sich nicht zuletzt durch Fachkenntnis, Freundlichkeit oder auch einem steten Willen, alle in ihrem Handeln zu unterstützen, hervorgetan.

Dass sich der scheidende 66-Jährige über viele Jahre weiter für den regen Austausch mit den Partnerschulen stark gemacht hat, dass er forderte und förderte, Freiräume gewährte, auf Augenhöhe diskutierte und Vertrauen schenkte, merkten nicht zuletzt Vertreter der Partnerschulen, der Elternschaft, des Kollegiums, der Fachgruppen, der erweiterten Schulleitung und darüber hinaus auch der Schülervertretung anerkennend an. So war es auch nicht verwunderlich, dass beim selbstkomponierten Song der dreiköpfigen Lehrer-Band Kollegen, aber auch Schüler und so mancher Gast gern und laut „Norbert, mach’s gut“ mitsangen.

Niels Lange, stellvertretender Schulleiter, erklärte: „Eine Schule zu führen ist nicht bequem und erst recht nicht einfach. Alle dabei mitzunehmen gar unmöglich. Du hast Dich bis heute immer wieder mit Deiner ganzen Energie dieser Aufgabe gestellt – und das mit großem Erfolg. Dafür mein herzlicher Dank.“ Westerstedes Bürgermeister Michael Rösner – er sprach auch im Namen seiner Amtskollegen Matthias Huber (Apen) und Heinz Trauernicht (Uplengen) – dankte derweil für eine „prima aufgestellte Schule“. Brumloop sei ein „immer verlässlicher Partner“ gewesen, der alle Aufgaben gut gemeistert habe.

„Herr Brumloop, Sie sind ein menschlicher und ein authentischer Schulleiter“, führte schlussendlich Oberstudienrat Volker Janssen im Namen des Personalrats aus. Stets sei der 66-Jährige um die beste Lösung bemüht und vor allem verlässlich gewesen. „Sie haben sich als Charakter erwiesen“, so Janssen, bevor es an Nicole Voigtländer-Kunze von der Landesschulbehörde war, die offizielle Verabschiedung vorzunehmen. Nach einem kurzen Resümee von Brumloops Laufbahn überreichte sie die Urkunde, die den Übergang in den Ruhestand besiegelte.

Schlusswort

Das Schlusswort sprach Brumloop selbst und bediente sich dabei einem Zitat von Kinderbuchillustrator Janosch. Dieser hatte im Zeit-Magazin auf die Frage „Herr Janosch, wie sagt man Tschüss?“ den gezeichneten Latzhosen-Träger Wondrak antworten lassen: „Man dreht sich um mit einer Träne im Auge und sagt: Ich geh dann mal.“ Brumloop gestand: „Ich bin bewegt, sehr bewegt und habe auch Wondraks Träne im Auge.“ Er sei dankbar für die gute Zusammenarbeit, die Unterstützung, die Wertschätzung.

Je mehr er sprach, je mehr er sich bedankte, um so deutlicher wurde, wie sehr sein Herz doch für das Gymnasium, seine Europaschule schlägt. „Dennoch, ich freue mich, auf das was kommt“, stellte der scheidende Schul-Chef zufrieden klar, bevor er frei nach Trude Herr seinen Gästen zurief: „Tschüss, es war eine schöne Zeit!“

Anuschka Kramer Redakteurin / Redaktion Westerstede
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