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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

Nicht nur Bienen fliegen auf Honig

08.07.2019

Westerstede Aus dem Gebäude des Lehrbienenstands am Jaspershof drang am Sonntag ein verlockend süßer Geruch nach draußen. Drinnen war Bioimker Klaus Bartels dabei, den Besuchern sein Handwerk zu demonstrieren. Die Vorführung war Bestandteil eines abwechslungsreichen Programms anlässlich des Tags der Deutschen Imkerei. Dafür hatten Heiner Raschke und seine Vereinskollegen vom Imkerverein Bad Zwischenahn/Westerstede etliche weitere Partner gewonnen, die mit Aktionen, Ausstellungen, Vorträgen und Informationen auf die Bedeutung von Bienen und anderen Insekten hinwiesen.

50 Kilogramm Honig produziere ein Volk, erläuterte der Westersteder Klaus Bartels, während er eine mit Bienenwachs verschlossene Wabe mit einer Art Gabel öffnete. Ernten könne er aber nur 20 Kilogramm, damit für die Bienen genügend übrig bleibe. Der entnommene Teil werde durch Zuckerwasser ergänzt. Mit einem Refraktometer bestimme er den Wassergehalt des Honigs – er soll unter 18 Prozent liegen.

Die geöffnete Wabe gab der Imker dann in eine Schleuder. Durch die Drehbewegung floss der Honig nach unten, wurde aufgefangen, durch ein Sieb gegeben und gerührt. Was dabei herauskommt und wie unterschiedlich das Naturprodukt schmeckt, davon konnten sich die Besucher draußen an einem Stand überzeugen.

Kleine Forscher wie Jule (5) und Ella (7) wurden vom Stand des Umweltbildungszentrums Ammerland angezogen. Hier hatte Ute Aderholz Mikroskope aufgebaut, durch die Insekten und Pflanzen im Detail angesehen werden konnten. Gleichzeitig erfuhren Interessierte auch etwas über die Lebensweise von Solitärwespen, Honigbienen und Co. Wer wollte, konnte sich vor Ort über Insektenhotels, insektenfreundliche Pflanzen und vieles mehr informieren. Stände aufgebaut hatten mehrere Naturschutzorganisationen. Ihr Fachwissen gaben außerdem die Staudenfreunde und der Verein Küchengarten weiter. Die Landfrauen hatten für das Kuchenbuffet gesorgt.

Ebenfalls aktiv war der Trägerverein des Landschaftsinformationszentrums Ammerland, der auf dem Jaspershof beheimatet ist. Vorsitzender Peter Hullen und seine Vorstandskollegen stellten die geologischen Besonderheiten des Landkreises mit seiner wellenförmigen Bodenstruktur vor.

Viele Besucher nahmen Anregungen für die naturnahe und insektenfreundliche Gestaltung ihres eigenen Gartens mit nach Hause. Und der stellvertretende Bürgermeister Lars Schmidt-Berg (CDU) teilte mit, dass auch das Blühstreifenprogramm auf sehr großes Interesse stoße und voraussichtlich ausgeweitet werden solle.

Die Bienen unterstützen

Wer ein Paradies für Bienen schaffen will, sollte sich vorher erkundigen, welche Blumen den Insekten Nahrung bieten. Laut dem Naturschutzbund (Nabu) ist es wichtig, dass keine Pflanzen mit gefüllten Blüten gepflanzt werden. Denn in diesen Blüten finden die Insekten kein Nektar und Pollen. Es eignen sich unter anderem Frühblühender Thymian, Katzenminze, Walderdbeere und Blauer Eisenhut.

Darüber hinaus sollten die Insekten das ganze Jahr über Nahrung im Garten finden. Somit muss bei der Bepflanzung des Gartens schon im Frühjahr darauf geachtet werden, dass Blumen ausgewählt werden, die sowohl im April und Mai bereits blühen, aber auch Pflanzen, die noch im Herbst Blüten tragen. Im übrigen können auch Balkonbesitzer ihren Beitrag leisten: Schöne Kübelpflanzen für den Balkon können ebenfalls Bienen anlocken.

Bei langanhaltender Trockenheit ist es ratsam, den Insekten kleine Wasserstellen im Garten oder auf dem Balkon einzurichten. Denn auch die Biene und Co. suchen im Hochsommer verzweifelt Wasser. Wichtig: Mehrere Steine oder kleine Stöcker sollten mit in die Schale gelegt werden, damit die Insekten aus dem Gefäß herauskommen.

Nach Angaben des Nabu ist es grundsätzlich hilfreich für die Bienen, wenn Gartenbesitzer Totholz liegen lassen. Das kann den Insekten als Nisthilfe dienen. Zudem kann man auch handwerklich tätig werden und ein Insektenhotel bauen und es im Garten geschützt platzieren. Wie das funktioniert, zeigt der Nabu anschaulich unter:

    bit.ly/2uzcu5r

Alles rund um das Insektenjahr im NWZ-Spezial unter www.nwzonline.de/insektenjahr

Eine Multimedia-Repotage zum Thema Bienensterben finden Sie unter bit.ly/2uw5ce9

Kerstin Schumann Redakteurin / Redaktion Westerstede
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